Lexikon
kroạtische Kunst
die Architektur, Plastik, Malerei und Skulptur Kroatiens bis zur Gründung des Einheitsstaates Jugoslawien (1918), seit dessen Zerfall (1991) des Staates Kroatien. In ihrer Entwicklung eng verwandt ist die Kunst Bosniens und Herzegowinas.
In der
Architektur
entstanden in zeitlicher Parallele zur karolingischen Baukunst besonders in den Küstenregionen neben Basiliken (Trogir, St. Barbara) Zentralbauten nach frühchristlichen und byzantinischem Vorbildern (Zadar, St. Donatus). Architektur und Bauplastik der Romanik (Zadar, Anastasiuskirche) folgten italienischen und mitteleuropäischen Vorbildern. In der Gotik mischten sich französische (Dom und Markuskirche in Zagreb) mit venezianischen Einflüssen (Dubrovnik, Kreuzgang des Franziskanerklosters; Rab, Nemirpalast). Dubrovnik (Fürstenpalast, Palais Sponza) wurde zum Zentrum einer Renaissancebaukunst italienischer Prägung. Das 17. und 18. Jahrhundert waren gekennzeichnet durch das Nebeneinander türkischer und venezianischer Bauten. Neben der italienischen Barockbaukunst (Dubrovnik, Dom und St. Vlaho) gab auch die österreichische Architektur (Zagreb, Katharinenkirche) wichtige Impulse. Nach dem Anschluss an Österreich-Ungarn (1815) bestimmten Wiener Einflüsse die Architektur des Klassizismus und Historismus, bis 1906 die Zagreber Schule den Weg zum modernen Bauen wies.Die
Malerei
der Renaissance und des Barock lehnte sich eng an italienische Vorbilder an. In der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts entfaltete sich eine in ihrer Themenwahl nationale Kunst, die formal die zeitgenössischen Strömungen der europäischen Kunst aufnahm. Der vom Wiener Jugendstil beeinflusste I. Meštrović wurde zum bedeutendsten kroatischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Als Teil des Einheitsstaats nahm Kroatien an der Entwicklung der jugoslawischen Kunst teil.
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