Lexikon

Lachse

mehrere Arten der Lachsfische; als bedeutender Wirtschaftsfisch der Atlantische Lachs oder Salm, Salmo salar, sowie die Pazifischen Lachse, Gattung Oncorhynchus, mit sechs Arten. Der Atlantische Lachs ist ein lang gestreckter, schlanker Raubfisch, der eine Länge von 1,5 m und ein Gewicht von 35 kg erreichen kann. Er lebt in den europäischen und amerikanischen Küstengewässern des Nordatlantiks, steigt aber als Wanderfisch in die Flüsse auf, um hier zu laichen. Hindernisse bis zu 3 m Höhe werden im Sprung überwunden. Nach dem Laichakt sterben die meisten Lachse an Erschöpfung. Die jungen Lachse bleiben 15 Jahre in den Flüssen und wandern dann ins Meer. Hier verbringen sie als sog. Blanklachse 14 Jahre und fressen sich eine Fettreserve an, dann beginnen sie die Wanderung zurück in ihren Heimatfluss, den sie u. a. mit Hilfe ihres Geruchssinns finden, um hier zu laichen. Der Atlantische Lachs kann ein Alter von zehn Jahren erreichen. In Deutschland ist er durch Gewässerverschmutzung und -verbauung weitgehend aus den Flüssen verschwunden. Als wertvoller Speisefisch wird er unter künstlichen Bedingungen in Lachsfarmen aufgezogen. Wildlachse gibt es noch in den Flüssen Irlands, Schottlands und Norwegens. Die Pazifischen Lachse leben im Küstenbereich des nördlichen Pazifiks und laichen in asiatischen und amerikanischen Flüssen.
The referenced media source is missing and needs to be re-embedded.
Lachs (Atlantischer)
Atlantischer Lachs
Höchst eindrucksvolle Erscheinungen im Tierreich sind die Lachswanderungen. Von den Weidegründen südlich Grönlands finden die Atlantischen Lachse (Salmo salar) zurück in die Flüsse Ostkanadas und Europas, aus denen sie als Junglachse abgewandert sind.
Gehirn, Nervensystem, Kind
Wissenschaft

Geerbter Schutz

Der Mensch ist ein Erfolgsmodell der Evolution. Genetische und neurobiologische Schutzfaktoren helfen uns, mit Stress und Schicksalsschlägen fertig zu werden. von CHRISTIAN WOLF Oliver Brendel ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Stehaufmännchen. Er ist Mitte 30, als er spürt, wie er nach und nach die Kontrolle über seine Arme...

Wissenschaft

Tierischer Gen-Patentklau mit Medizin-Potenzial

In kuriosen Wasser-Wesen steckt offenbar Potenzial für die Medizin: Um Infektionen zu bekämpfen, nutzen Bdelloida-Rädertierchen genetische „Antibiotika-Rezepte“, die sie Bakterien geklaut und für sich angepasst haben, zeigt eine Studie. Da die Substanzen für die Wirkung in einem tierischen Organismus optimiert sind, könnten sie...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon