Lexikon
Lachse
mehrere Arten der Lachsfische; als bedeutender Wirtschaftsfisch der Atlantische Lachs oder Salm, Salmo salar, sowie die Pazifischen Lachse, Gattung Oncorhynchus, mit sechs Arten. Der Atlantische Lachs ist ein lang gestreckter, schlanker Raubfisch, der eine Länge von 1,5 m und ein Gewicht von 35 kg erreichen kann. Er lebt in den europäischen und amerikanischen Küstengewässern des Nordatlantiks, steigt aber als Wanderfisch in die Flüsse auf, um hier zu laichen. Hindernisse bis zu 3 m Höhe werden im Sprung überwunden. Nach dem Laichakt sterben die meisten Lachse an Erschöpfung. Die jungen Lachse bleiben 1–5 Jahre in den Flüssen und wandern dann ins Meer. Hier verbringen sie als sog. Blanklachse 1–4 Jahre und fressen sich eine Fettreserve an, dann beginnen sie die Wanderung zurück in ihren Heimatfluss, den sie u. a. mit Hilfe ihres Geruchssinns finden, um hier zu laichen. Der Atlantische Lachs kann ein Alter von zehn Jahren erreichen. In Deutschland ist er durch Gewässerverschmutzung und -verbauung weitgehend aus den Flüssen verschwunden. Als wertvoller Speisefisch wird er unter künstlichen Bedingungen in Lachsfarmen aufgezogen. Wildlachse gibt es noch in den Flüssen Irlands, Schottlands und Norwegens. Die Pazifischen Lachse leben im Küstenbereich des nördlichen Pazifiks und laichen in asiatischen und amerikanischen Flüssen.
Lachs (Atlantischer)
Atlantischer Lachs
Höchst eindrucksvolle Erscheinungen im Tierreich sind die Lachswanderungen. Von den Weidegründen südlich Grönlands finden die Atlantischen Lachse (Salmo salar) zurück in die Flüsse Ostkanadas und Europas, aus denen sie als Junglachse abgewandert sind.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
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