Lexikon

Mao Zedong

[mau dsəduŋ]
Mao Tsetung

Der Weg zur Macht

Mao Zedong entstammte einer bäuerlichen Familie. Nach dem Besuch eines Lehrerseminars verdiente er 1918 als Hilfsbibliothekar seinen Lebensunterhalt in Peking, wo er mit den Gründern des chinesischen Kommunismus, Li Dazhao und Chen Duxiu, in Verbindung kam. Er wurde Marxist und nahm 1921 an der Gründung der chinesischen KP teil. Gleichzeitig bekleidete er Funktionen in der mit der KP verbündeten Guomindang (Nationalpartei). Nachdem diese 1927 unter Führung Chiang Kai-sheks mit der KP gebrochen hatte, organisierte Mao im Bergland zwischen Hunan und Jiangxi eine revolutionäre Bauernbewegung und errichtete 1931 in Jiangxi einen „Sowjetstaat“.
1934 durchbrach er die Umzingelung durch Guomindang-Truppen und führte Zehntausende seiner Anhänger auf dem „Langen Marsch“ (1934/35) in die nördliche Provinz Shaanxi, wo in Yan’an ein neues kommunistisches Zentrum entstand.
Mao, der im Gegensatz zur offiziellen Parteilinie in den armen Bauern die revolutionäre Hauptkraft sah und eine von ländlichen Stützpunkten ausgehende Guerillataktik befürwortete, hatte deswegen jahrelange innerparteiliche Kämpfe zu bestehen. Er setzte sich durch und behauptete auch seine Selbständigkeit gegenüber der Komintern. Seit 1935 war er die dominierende Persönlichkeit der Partei; 1945 wurde er mit der Wahl zum Vorsitzenden des Zentralkomitees offiziell als Parteiführer bestätigt.
Nach dem japanischen Überfall auf China (1937) verbündete sich Mao Zedong auf Kriegsdauer mit Chiang Kai-shek. 1946 brachen erneut Kämpfe aus, in deren Verlauf die kommunistischen Armeen das ganze Festland eroberten.
  1. Einleitung
  2. Der Weg zur Macht
  3. Sozialistische Umgestaltung Chinas
  4. Kulturrevolution und letzte Jahre
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