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LEXIKON

Messiaen

[
mɛˈsjã
]
Olivier Eugène Prosper Charles, französischer Komponist und Organist, * 10. 12. 1908 Avignon,  28. 4. 1992 Paris; 1942 Professor am Pariser Konservatorium; Organist an La St. Trinité in Paris; Mitbegründer der Jeune France und einflussreicher Lehrer (u. a. von Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen). Seine ekstatische Klangwelt speist sich aus einem mystischen Katholizismus und verschmilzt zahlreiche Einflüsse (u. a. von Claude Debussy, Igor Strawinsky und Alexander Skrjabin); er beschäftigte sich intensiv mit den Rhythmen fernöstlicher Musikkulturen und mit dem Gesang der Vögel und wurde mit seiner streng organisierten Klavieretüde „Mode de valeurs et dintensités“ zum Initiator der seriellen Musik. Er schrieb Werke für Orchester („Turangalîla-Sinfonie“ 19461948; „Réveil des oiseaux“ 1953), Kammermusik („Quatuor pour la fin du temps“ 1940/41), Chorwerke (Oratorium „La transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ“ 1965-1969) und die Oper „Saint François dAssise“ (1983). Von besonderer Bedeutung sind seine Werke für Orgel („La Nativité du Seigneur“ 1936; Méditations sur le Mystère de la Sainte Trinité 1969) und Klavier („Catalogue dOiseaux“ 19561958). Messiaen erhielt 1975 den Ernst von Siemens Musikpreis.
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