Lexikon
Migratiọn
Bevölkerungsgeographie
WanderungSammelbezeichnung für Bevölkerungsbewegungen, die im Unterschied zur Mobilität immer mit einem Wohnungswechsel verbunden sind. Werden dabei Staatsgrenzen überschritten, spricht man von Auswanderung, bzw. Einwanderung; Wohnortwechsel innerhalb eines Landes heißen Binnenwanderung. Die Differenz von Zu- und Fortzügen (Wanderungsbilanz, Nettomigration) gibt – neben den Geburten- und Sterberaten – Auskunft über Bevölkerungszu- oder -abnahme eines bestimmten Gebiets. Die Migration führt aber nicht nur zur Veränderung der Bevölkerungszahl, sondern auch zur Verschiebung in der Bevölkerungsstruktur (Geschlechterproportion, Altersstruktur, Bildungsniveau u. a.).
Das wirtschaftliche Entwicklungsgefälle zwischen reichen und armen Ländern bei gleichzeitiger Globalisierung gilt als Hauptursache für die Zunahme der internationalen Migration in heutiger Zeit. Zu den Abwanderungsmotiven (Push-Faktoren) zählen neben ökonomischen Problemen auch Krieg, politische Verfolgung, fehlende Bildungschancen, private Situationen u. a.; Zuwanderungsgründe, wie z. B. eine bessere Situation auf dem Arbeitsmarkt, nennt man Pull-Faktoren.
Viele Einwanderungsländer (z. B. USA, Australien, Kanada) versuchen durch Einwanderungsquoten die Migration zu steuern. Demgegenüber stellt für Auswanderungsländer (z. B. Indien, Kasachstan) die Emigration hochqualifizierter, wissenschaftlich ausgebildeter Fachkräfte ein besonderes Problem dar.
Wissenschaft
Der vermessene Himmel
Unsere kosmische Adresse: Der Galaxiensuperhaufen Laniakea und was dahinter kommt. von RÜDIGER VAAS Auch Astronomen – und angesichts des funkelnden Sternenhimmels vielleicht ganz besonders sie – haben einen Sinn für Poesie. „Die Stellung des Menschen im Weltall. „In den alten Zeiten, als das Wünschen noch half“, wie es im Märchen...
Wissenschaft
Das Ende der Hölle
Am Anfang war die Erde so heiß wie die Venus heute, kühlte jedoch schnell ab, weil die junge Sonne damals viel schwächer schien. Der atmosphärische Wasserdampf ging als Starkregen nieder und bildete die Ozeane. von THORSTEN DAMBECK Vor knapp 4,6 Milliarden Jahren entstand die Erde. Sie war ganz anders beschaffen als heute. Und...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Die Schattenpandemie
Pastillen und Pulver
Flüchtige Dogmen
Eine doppelte Überraschung
Teamwork bei Drohnen
Sanfter Strom