Lexikon

Organisation Todt

1938–1945 bestehende Abteilung im Reichsministerium für Bewaffnung und Munition, benannt nach dem Gründer F. Todt. Die Organisation Todt vollzog die Zusammenarbeit von staatlicher Bauverwaltung mit privaten Firmen, deren Projekte von dienstverpflichteten Arbeitern und Angestellten ausgeführt wurden. Die Organisation Todt spielte im Rahmen des Vierjahresplanes bei der Aufrüstung des nationalsozialistischen Deutschlands eine zentrale Rolle. Während des Krieges unterstanden die Bauleitungen den Heeresgruppen. Die Organisation Todt war auch in den besetzten Staaten bei der Errichtung kriegswichtiger Anlagen aktiv (Westwall, Atlantikwall). Sie zählte Ende 1944 1,36 Millionen Mitarbeiter, davon rund 1 Million ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie 20 000 KZ-Häftlinge. Die Organisation Todt hatte den Status einer „führerunmittelbaren“ Organisation und stand somit außerhalb jeder Kontrolle.
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