Lexikon
pökeln
Fleisch durch Einsalzen haltbar machen. Zum Pökeln wird Pökelsalz verwendet, ein Gemisch aus Kochsalz, Zucker und 1–2% Salpeter (Natriumnitrat, das sich im Verlauf der Pökelung zu Natriumnitrit reduziert) oder für ein schnelleres Verfahren 0,5–0,6% Natriumnitrit zur Erhaltung der roten Farbe. Man unterscheidet folgende Pökelverfahren: 1. Trockenpökeln, wobei 1 kg Fleisch mit rund 50 g Pökelsalz eingerieben und dann 4–8 Wochen eingelegt wird; 2. Nasspökeln, das Einlegen des Fleisches in eine 15- bis 20-prozentige Pökellake, bei Dauerware 3–4 Wochen; 3. Schnellpökeln, ein beschleunigtes Verfahren, bei dem die Pökellake mit Hohlnadeln in das Fleisch (Muskelspritzverfahren) oder unter Druck in die Arterien (Gefäßbahnpökelung) eingespritzt wird. Pökelware wird oft anschließend geräuchert. Wegen der Bildung von Nitrosaminen in nitrithaltigen Fleischwaren wird an den Zusatz von Hemmstoffen der Nitrosaminbildung (Vitamin C, Tocopherole) oder eine Senkung des Nitritgehaltes im Nitritpökelsalz gedacht. Dabei ist zu bedenken, dass Nitrit antimikrobiell wirkt und insbesondere die Entwicklung von Clostridium botulinum (Botulismus) verhindert.
Wissenschaft
Vulkane spucken Diamanten
Vor Äonen förderten sogenannte Kimberlite Diamanten aus den Tiefen der Erde. Diese explosive Spielart des Vulkanismus wurde durch das Zerbrechen tektonischer Platten befeuert. von THORSTEN DAMBECK Diamanten sind nicht nur als Schmuck beliebt, sondern verleihen auch Sinnsprüchen ihren Glanz: „Tugend und Laster sind verwand wie...
Wissenschaft
Strom ohne Widerstand: Wann ist es so weit?
Strom aus der Leitung ist sehr praktisch. Aber leider kommt nicht aller Strom, der im Kraftwerk in die Leitung eingespeist wird, auch bei uns an. Selbst die besten Kabel haben einen elektrischen Widerstand, sodass beim Transport des Stroms Energie verloren geht – die meiste davon in Form von Wärme. Das jedoch könnte sich bald...