Lexikon
Rumänien
Staat und Politik
Nach der Verfassung von 1991, die 2003 revidiert wurde, ist Rumänien eine Republik, die nach französischem Vorbild präsidentielle und parlamentarische Elemente vereint. Staatsoberhaupt ist der für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt gewählte Präsident. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Der Präsident, der weit reichende exekutive Befugnisse hat, ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die Minister. Das Parlament als gesetzgebende Gewalt besteht aus zwei Kammern. Die Abgeordnetenkammer hat zurzeit 412 Mitglieder. Dem Senat gehören zurzeit 176 Senatoren an. Die Legislaturperiode für beide Kammern beträgt vier Jahre. Wichtige Parteien sind die Sozialdemokratische Partei (PSD), die Nationalliberale Partei (PNL), die rechtsliberale Demokratisch-Liberale Partei (PDL), die sozialdemokratische Nationale Union für den Fortschritt Rumäniens (UNPR), die rechtsnationalistische Großrumänienpartei (PMR), der Demokratische Verband der Ungarn in Rumänien (UDMR) die populistische Volkspartei – Dan Diaconescu (PP – DD) sowie die Konservative Partei (PC). An der Spitze des mehrstufigen Gerichtswesens steht der Oberste Gerichtshof.
Wissenschaft
Die Direktorin der Dinge
„In der Natur nimmt die Entropie die Rolle des Direktors ein, die Energie aber nur die eines Buchhalters.“ So hat der große Physiker Arnold Sommerfeld einmal die Aufgaben der beiden physikalischen Größen mit den ähnlich klingenden Namen unterschieden. Die Karriere der beiden Begriffe Energie und Entropie begann im 19. Jahrhundert...
Wissenschaft
Mehrsprachigkeit hält jung
Mehrsprachigkeit kann nicht nur die kulturelle Kompetenz fördern, sondern auch die Gesundheit. Das legt eine Studie nahe, die Daten von mehr als 86.000 Teilnehmenden in 27 europäischen Ländern ausgewertet hat. Demnach liegt das biologische Alter von multilingualen Personen oft unterhalb ihres tatsächlichen Alters; bei Menschen,...