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LEXIKON

Schmuck

Zierde; Verzierung; Dekor
im weiteren Sinne alles, was dem menschlichen Körper (oder einem Gegenstand) als Ornament hinzugefügt wird (hierher gehört besonders der Körperschmuck: Bemalung, Tätowierung und dgl.).
Im engeren Sinne dekorative, mehr oder weniger kostbare Kleingegenstände als Zutaten der Kleidung, der Haartracht u. a. (Ringe, Ketten, Gürtel, Schnallen, Nadeln, Anhänger). Der Schmuck hatte anfangs neben der rein materiellen eine magische und erotische Bedeutung; er kann sich fast aller Materialien bedienen, wobei seiner Herstellung von Anfang an auch künstlerische Prinzipien zugrunde lagen. Die Entwicklung zu reicheren Formen setzte jedoch erst mit der Einbeziehung der Metalle (z. B. Bronze, Gold), der Edelsteine und der Glasflüsse (Email) ein.
Bis zum 19. Jahrhundert war die Herstellung des Schmucks Sache des Handwerks; sie ist es weitgehend auch heute noch, doch entstand daneben eine ausgedehnte Schmuckwarenindustrie; in Deutschland befinden sich ihre Zentren in Pforzheim, Hanau (Gold und Platin), Schwäbisch Gmünd (Silber) und Idar-Oberstein (Edel- und Halbedelsteine).
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