Lexikon
Shaw, George Bernard: Pygmalion
- Erscheinungsjahr: 1913
- Veröffentlicht: Irland
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Pygmalion
- Original-Titel: Pygmalion
- Genre: Komödie in fünf Akten
Die Komödie »Pygmalion«, das populärste Stück des irischen Dramatikers George Bernard Shaw (* 1856, † 1950), Literaturnobelpreisträger
1925
, wird am 16. Oktober im Burgtheater in Wien uraufgeführt, die englische Erstaufführung findet 1914 in London statt. Das erfolgreiche Werk um die Thematik der weiblichen Emanzipation und des Gegensatzes zwischen Schein und Sein wird mehrmals verfilmt (u. a. 1935 von Erich Engel und 1938 von Anthony Asquith und Leslie Howard), weltberühmt wird es 1956 durch das Musical »My Fair Lady« von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe. Der Phonetikprofessor Henry Higgins unterrichtet aufgrund einer Wette das Blumenmädchen Eliza Doolittle, deren Gassenjargon ihm aufgefallen ist, befreit sie vom Cockney-Akzent und ihren Gossenmanieren und macht aus ihr eine gesellschaftsfähige Dame, wobei für ihn einzig das Experiment im Vordergrund steht, während ihm Eliza als Mensch gleichgültig ist (»Wenn ich mit ihr fertig bin, können wir sie ja in die Gosse zurückstoßen«). Aber Eliza empört sich gegen die Experimentierhaltung von Higgins, beginnt ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten und macht sich unabhängig. Zum Schluss steht Higgins vor Eliza wie der griechische Bildhauer Pygmalion, der der von ihm geschaffenen Frauenstatue restlos verfallen ist.
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