Lexikon

spanische Kunst

Plastik

Die romanische Plastik Spaniens entwickelte sich weitgehend im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Bildhauerkunst Südwestfrankreichs. Überaus eindrucksvoll sind die oft zu großen Zyklen ausgeweiteten Bildwerke an Kirchenportalen und -fassaden, wie an der Kirche des Klosters von Ripoll und an der Pilgerkirche Santiago de Compostela.
Während sich die Plastik Spaniens im 15. Jahrhundert hauptsächlich an niederländischen Bildwerken orientierte, war es im 16. Jahrhundert Italien, das mit Donatello und Michelangelo ihre Entwicklung entscheidend bestimmte. A. Berruguete, der Schöpfer des Chorgestühls der Kathedrale von Toledo (15041517), kam zu besonders extremen Formen.
Die Brüder der Familie Churriguera gaben einer Richtung den Namen, die nur teilweise von ihnen ausging: dem Churriguerismus. Eines der Hauptwerke dieses überschwänglichen Schmuckstils ist die Sakristei der Kartause von Granada (17271764). Die Freiplastik, oft bei Prozessionen herumgetragen, ist stark realistisch. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich durch J. González die bis heute in Spanien lebendige Richtung der Eisenplastik. Neben Gonzáles ist E. Chillida auch international ein führender Vertreter dieser Gattung.
  1. Einleitung
  2. Architektur
  3. Plastik
  4. Malerei
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