Lexikon
Trinkwasser
für den menschlichen Genuss und unmittelbaren Gebrauch geeignetes Wasser, dessen Qualität den geltenden rechtlichen Bestimmungen zu entsprechen hat. Trinkwasser wird als Rohwasser (Grundwasser, Quellwasser, Oberflächenwasser, Niederschlagswasser, u. U. auch Meerwasser) in Trinkwassergewinnungsanlagen bereitgestellt und im Wasserwerk aufbereitet. Die Aufbereitungsverfahren für Oberflächenwasser (Talsperren, Fließgewässer) sind technisch meist aufwendig, sie reichen von der einfachen Flockungsfiltration, z. T. mit anschließender Bodenpassage für die künstliche Grundwasseranreicherung oder Desinfektion mit Chlorgas bis zu Mikrosiebfiltration, Agglomerationstechnologie, Ozonung, Mehrschichtfiltration, Aktivkohlefiltration oder Desinfektion mit Chlordioxid.
Die Anforderungen an die Trinkwasserqualität sind in Deutschland gesetzlich festgelegt (EU-Richtlinien, Trinkwasserverordnung). Trinkwasser muss farblos, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sowie frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädlichen Konzentrationen chemischer oder radioaktiver Stoffe enthalten; Grenzwerte sind u. a. für Eisen, Nitrat, Pflanzenschutzmittel und den pH-Wert (Kalksättigung) festgesetzt. Dabei handelt es sich um vorsorgliche Grenzwerte, deren vorübergehende Überschreitung zulässig ist und Handlungsspielräume für Sanierungsmaßnahmen eröffnen soll; der Zusatz von Chlor zur Desinfektion kann zwingend erforderlich sein. Wasserversorgung.
Kontext
Wissenschaft
RNA macht Raupenfrauen
Manche Dinge können Männer besser, manche anderen dagegen nicht. Die reinen Fakten lassen daran meist keinen Zweifel. Das Tierreich jedenfalls ist voll von Beispielen. In vielen Fällen haben die Männchen zum Beispiel spezielle Qualitäten entwickelt, um Weibchen anzulocken. Und nicht immer handelt es sich dabei nur um schmuckvolle...
Wissenschaft
Wie Tiere ihre Muster bekommen
Ob Zebras, Tiger, Leoparden oder Kofferfische: Viele Tiere haben Muster, die so einzigartig sind wie unser Fingerabdruck. Schon der britische Mathematiker Alan Turing stellte 1952 Theorien dazu auf, wie diese unregelmäßigen Fell- und Haut-Färbungen entstehen. Doch Turings Ansätze konnten nicht erklären, warum die Streifen und...
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Baumaterialien als Kohlenstoffspeicher
Auf der Stresswelle
News der Woche 03.01.2025
Das Labor im All
Der Gag der Pauli-Maschine
1001 Wege zum Glück