Lexikon
Trinkwasser
für den menschlichen Genuss und unmittelbaren Gebrauch geeignetes Wasser, dessen Qualität den geltenden rechtlichen Bestimmungen zu entsprechen hat. Trinkwasser wird als Rohwasser (Grundwasser, Quellwasser, Oberflächenwasser, Niederschlagswasser, u. U. auch Meerwasser) in Trinkwassergewinnungsanlagen bereitgestellt und im Wasserwerk aufbereitet. Die Aufbereitungsverfahren für Oberflächenwasser (Talsperren, Fließgewässer) sind technisch meist aufwendig, sie reichen von der einfachen Flockungsfiltration, z. T. mit anschließender Bodenpassage für die künstliche Grundwasseranreicherung oder Desinfektion mit Chlorgas bis zu Mikrosiebfiltration, Agglomerationstechnologie, Ozonung, Mehrschichtfiltration, Aktivkohlefiltration oder Desinfektion mit Chlordioxid.
Die Anforderungen an die Trinkwasserqualität sind in Deutschland gesetzlich festgelegt (EU-Richtlinien, Trinkwasserverordnung). Trinkwasser muss farblos, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sowie frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädlichen Konzentrationen chemischer oder radioaktiver Stoffe enthalten; Grenzwerte sind u. a. für Eisen, Nitrat, Pflanzenschutzmittel und den pH-Wert (Kalksättigung) festgesetzt. Dabei handelt es sich um vorsorgliche Grenzwerte, deren vorübergehende Überschreitung zulässig ist und Handlungsspielräume für Sanierungsmaßnahmen eröffnen soll; der Zusatz von Chlor zur Desinfektion kann zwingend erforderlich sein. Wasserversorgung.
Kontext
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