Lexikon
Trinkwasser
für den menschlichen Genuss und unmittelbaren Gebrauch geeignetes Wasser, dessen Qualität den geltenden rechtlichen Bestimmungen zu entsprechen hat. Trinkwasser wird als Rohwasser (Grundwasser, Quellwasser, Oberflächenwasser, Niederschlagswasser, u. U. auch Meerwasser) in Trinkwassergewinnungsanlagen bereitgestellt und im Wasserwerk aufbereitet. Die Aufbereitungsverfahren für Oberflächenwasser (Talsperren, Fließgewässer) sind technisch meist aufwendig, sie reichen von der einfachen Flockungsfiltration, z. T. mit anschließender Bodenpassage für die künstliche Grundwasseranreicherung oder Desinfektion mit Chlorgas bis zu Mikrosiebfiltration, Agglomerationstechnologie, Ozonung, Mehrschichtfiltration, Aktivkohlefiltration oder Desinfektion mit Chlordioxid.
Die Anforderungen an die Trinkwasserqualität sind in Deutschland gesetzlich festgelegt (EU-Richtlinien, Trinkwasserverordnung). Trinkwasser muss farblos, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sowie frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädlichen Konzentrationen chemischer oder radioaktiver Stoffe enthalten; Grenzwerte sind u. a. für Eisen, Nitrat, Pflanzenschutzmittel und den pH-Wert (Kalksättigung) festgesetzt. Dabei handelt es sich um vorsorgliche Grenzwerte, deren vorübergehende Überschreitung zulässig ist und Handlungsspielräume für Sanierungsmaßnahmen eröffnen soll; der Zusatz von Chlor zur Desinfektion kann zwingend erforderlich sein. Wasserversorgung.
Kontext
Wissenschaft
Rätselhaftes Fossil neu interpretiert
Je älter ein Fossil ist, desto schwieriger gestaltet sich seine Zuordnung. Gelegentlich müssen frühere Annahmen revidiert werden, wenn neue Fundstücke widersprechende Informationen enthüllen. Eine Studie zeigt nun, dass die rund 500 Millionen Jahre alten Fossilien eines sackartigen, stacheligen Tieres namens Shishania aculeata...
Wissenschaft
Superkleber aus Schleim und Muschelproteinen
Eine Barriere aus Schleim schützt unsere Schleimhäute vor schädlichen Einflüssen – sei es im Mund vor eindringenden Bakterien oder im Magen vor der Magensäure. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten sogenannte Muzine, die strukturgebenden Bestandteile des Schleims. Deren positive Eigenschaften haben sich Forschende nun zunutze...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Endlich wieder sehen!
Wasserstoff im Rohr
Zupacken mit Spinnenkräften
Kino im Kopf
Das Geheimnis des Alterns
Lunarer Begleitservice