Lexikon

Tphus

[
griechisch
]
Bauchtyphus; Typhus abdominalis
zu den Salmonellosen gehörende, meldepflichtige, mit Wasser und Nahrungsmitteln übertragene Darminfektionskrankheit. Erreger ist das Bakterium Salmonella typhi, das sich allein durch den Stuhl menschlicher Dauerausscheider ausbreitet. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 10 Tage. In der 1. Krankheitswoche macht sich Typhus durch langsam ansteigendes Fieber mit Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit bemerkbar. Nach etwa einer Woche erreicht das Fieber seinen Höhepunkt (4041°C), auf dem es wochenlang verbleiben kann. Gleichzeitig treten kleinfleckiger Ausschlag auf der Bauchhaut (Roseolen), grau-gelb belegte Zunge, vergrößerte Milz, erbsbreiähnliche Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung, aufgetriebener Leib und Benommenheit auf. Daneben kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Darmblutungen, Geschwürdurchbrüchen in die Bauchhöhle mit Bauchfellentzündung, Herz-Kreislauf-Versagen oder Lungenentzündung kommen. In der 4. Krankheitswoche kommt es zu stufenweiser Entfieberung mit nachfolgend langwieriger Rekonvaleszenz. Durch den frühen Einsatz von Antibiotika tritt dieser typische Krankheitsverlauf in den Industrieländern nicht mehr auf, da die Erkrankung bereits zu Beginn gestoppt wird. Eine überstandene Erkrankung verleiht lebenslange Immunität. 25% der Erkrankten werden Dauerausscheider. Die Behandlung erfolgt durch eine möglichst frühzeitige Antibiotikatherapie, Flüssigkeits- und Mineralstoffausgleich sowie verstärkte Hygienemaßnahmen (Isolierstation). Eine vorbeugende Schutzimpfung mit einem Lebendimpfstoff (Schluckimpfung) verleiht Gefährdeten (z. B. Fernreisenden) für rd. 2 Jahre Schutz. Jeder Verdacht, Krankheits- oder Todesfall ist dem Gesundheitsamt zu melden. Paratyphus.
Gemeinschaft, Menschen, Menhire
Wissenschaft

Steine und Menschen

Wer hat die Menhire aufgestellt? Waren die gewaltigen Megalithgräber letzte Ruhestätten für alle oder Mausoleen einer jungsteinzeitlichen Elite? von KLAUS-DIETER LINSMEIER Wer schon einmal vor Stonehenge, den Menhiren von Carnac oder einem Dolmengrab stand, hat vermutlich gestaunt: Wie haben die Menschen der Jungsteinzeit das nur...

Organoide sind wenige Millimeter große 3D-Zellkultursysteme. Sie können im Labor jahrelang wachsen. ©Labor von Mina Gouti, Pablo Castagnola, Max Delbrück Center
Wissenschaft

Gehirn aus der Petrischale

Die Hirnforscher nutzen Organoide, um zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen zu können.

Der Beitrag Gehirn aus der Petrischale erschien zuerst auf wissenschaft.de.

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch