Lexikon
Unamụno y Jugo
[-i ˈxu:go]
Miguel de, spanischer Philosoph und Schriftsteller, * 29. 9. 1864 Bilbao, † 31. 12. 1936 Salamanca; lehrte in Salamanca, unter der Diktatur Primo de Riveras 1924–1930 verbannt; erstrebte in seinen Romanen, Gedichten und Essays die geistige und sittliche Erneuerung Spaniens, dessen Eigenart er in einem „tragischen Lebensgefühl“ und religiösen Individualismus erblickte. Hauptwerke: „Das tragische Lebensgefühl“ 1913; „Die Agonie des Christentums“ 1925.
Unamuno y Jugo, Miguel de
Miguel de Unamuno y Jugo
© wissenmedia
- Erscheinungsjahr: 1913
- Veröffentlicht: Spanien
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Das tragische Lebensgefühl
- Original-Titel: Del sentimiento trájico de la vida en los hombres y en los pueblos
- Genre: Philosophische Abhandlung
Kernpunkt des Denkens von Miguel de Unamuno y Jugo (* 1864, † 1936), des bedeutendsten spanischen Essayisten, Lyrikers, Dramatikers, Romanciers und Philosophen seiner Zeit, ist »das unsterbliche Bedürfnis des Menschen nach Unsterblichkeit«, die er als innerste Hoffnung jedes Menschen ansieht und in das Problem des Dualismus von Leib und Seele mit einbringt, des Konflikts zwischen Vernunft und Glauben, Intellekt und Gefühl. Den Gegensatz zwischen Vernunftwahrheiten und den vitalen Voraussetzungen der Existenz bringt er auf die Formel: »Alles Vitale ist antirational, und alles Rationale ist antivital.« In seinem philosophischen Hauptwerk »Das tragische Lebensgefühl« (1913)
die deutsche Übersetzung erscheint 1925 – und in der »Agonie des Christentums« (1925) behandelt er diese nie endenden Auseinandersetzungen, die auch das Grundthema seiner Romane und Dramen bilden.
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