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LEXIKON

Vergesellschaftung

Zoologie
Beziehungen des Tierindividuums zu Tieren der gleichen Art (intraspezifische Beziehungen) oder zwischen Tieren verschiedener Art (interspezifische Beziehungen).
1. Einfachste intraspezifische Beziehungen sind die zwischen Geschlechtspartnern (z. B. Werbung, Kopulation, Paarung, Ehe) und zwischen Eltern und Nachkommen (z. B. Brutfürsorge, Brutpflege). Tierverbände gleicher Art (Sozietäten) kommen häufig auf der Basis von Familien, Sippen u. Ä. zustande (höchste Entwicklung: soziale Insekten). Weitere Formen der Vergesellschaftung gehen über Verwandtschaftsbindungen hinaus, z. B. Schlaf-, Überwinterungs-, Jagd- und Wanderverbände oder Kolonien.
2. Interspezifische Beziehungen lassen sich danach unterscheiden, ob sie nur für einen der Partner nützlich sind (probiotische Beziehungen, z. B. Parökie, Entökie, Phoresie und Kommensalismus) oder ob beide Partner wechselseitigen Nutzen haben (symbiotische Beziehungen, z. B. Allianz, Mutualismus, Symbiose).
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