Lexikon
Vergesellschaftung
Zoologie
Beziehungen des Tierindividuums zu Tieren der gleichen Art (intraspezifische Beziehungen) oder zwischen Tieren verschiedener Art (interspezifische Beziehungen).
1. Einfachste intraspezifische Beziehungen sind die zwischen Geschlechtspartnern (z. B. Werbung, Kopulation, Paarung, Ehe) und zwischen Eltern und Nachkommen (z. B. Brutfürsorge, Brutpflege). Tierverbände gleicher Art (Sozietäten) kommen häufig auf der Basis von Familien, Sippen u. Ä. zustande (höchste Entwicklung: soziale Insekten). Weitere Formen der Vergesellschaftung gehen über Verwandtschaftsbindungen hinaus, z. B. Schlaf-, Überwinterungs-, Jagd- und Wanderverbände oder Kolonien.
2. Interspezifische Beziehungen lassen sich danach unterscheiden, ob sie nur für einen der Partner nützlich sind (probiotische Beziehungen, z. B. Parökie, Entökie, Phoresie und Kommensalismus) oder ob beide Partner wechselseitigen Nutzen haben (symbiotische Beziehungen, z. B. Allianz, Mutualismus, Symbiose).
Wissenschaft
Blutvergießen an der Tollense
Knapp 30 Jahre ist es her, dass an den Ufern der Tollense im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ein pfeildurchbohrter Knochen gefunden wurde. In der Folgezeit trugen die Archäologen Überreste von etwa 140 Menschen zusammen. Die Untersuchungen ergaben: Sie sind etwa 3.300 Jahre alt. Doch was damals im Tollensetal geschah, ist bis...
Wissenschaft
Wie unser Gehirn den Takt unseres Schlafes vorgibt
Unser Schlaf ist bekanntermaßen in zwei Hauptphasen gegliedert: den REM-Schlaf samt Träumen und den für die Erholung wichtigen Non-REM-Schlaf. Nun haben Neurowissenschaftler erstmals herausgefunden, wie unser Gehirn zwischen diesen beiden Zuständen wechselt – und wann der Wechsel schiefgeht, sodass Schlafstörungen auftreten....