Lexikon
Vorurteil
ein Urteil über eine Sache, Person oder Personengruppe, das auf einem ungeprüften „Vorwissen“ beruht. Da keine Überprüfung an objektiven Tatbeständen stattgefunden hat, kann das Vorurteil niemals Wahrheitsanspruch erheben. Intoleranz und Unkenntnis sind häufig die Grundlage von Vorurteilen, z. B. gegenüber soziokulturellen und rassischen Minderheiten. Vorurteile führen nicht selten zur Diskriminierung von Fremdem und Andersartigem. Sie dienen der Fixierung der eigenen sozialen Stellung und damit auch dem Abbau von Unsicherheit.
In der philosophischen Hermeneutik gelten Vorurteile als etwas Unvermeidbares, da sie als Vorverständnis vielfach auch das Verstehen einer Sache ermöglichen. Sie bedürfen allerdings der Korrektur durch das methodische Wissen.
Wissenschaft
Der Takt des Lebens
Gesteuert von der inneren Uhr im Gehirn und reguliert durch Hormone wie Melatonin und Cortisol bestimmt der zirkadiane Rhythmus alles – vom Schlafbedürfnis bis zum Hungergefühl. von SIGRID MÄRZ Irgendwo piept ein Gerät, und Pflegende rücken die Zugänge am Patienten zurecht. Die Neonröhren an der Decke flimmern. Tageslicht fehlt...
Wissenschaft
Eine einzige Zigarette …
Welche Schäden selbst gelegentliches Rauchen an der DNA hinterlässt, und warum wir trotzdem nicht sofort tot umfallen, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Dass Rauchen der Gesundheit alles andere als guttut, ist allgemein bekannt. Dabei ist es entgegen einer weitverbreiteten Ansicht gar nicht das Nikotin, das den Tabakrauch so...