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LEXIKON

Wanzen

Halbflügler; Hemiptera; Heteroptera
Wanze
Wanze
Streifenwanze
Wanzen: Entwicklung
Wanzen: Entwicklung
Die Wanze - hier die zu den Landwanzen zählende Baumwanze - schlüpft aus einem Ei, das wie ein Tönnchen gebaut ist und einen Deckel (Operculum) besitzt. Das Jungtier gleicht dabei schon dem ausgewachsenen Tier, ist aber bis zur 6. und letzten Häutung flügellos. Erst dann entstehen aus den Flügelanlagen die Flügel.
Unterordnung der Schnabelkerfe mit weltweit rund 40 000 Arten, darunter rund 800 in Mitteleuropa. Die Vorderflügel sind an der Spitze häutig durchscheinend, an der Basis derb chitinisiert, undurchsichtig; die Hinterflügel häutig und zart. Die Verschiedenartigkeit der Flügel täuscht bei einigen Arten ein käferartiges Aussehen vor. Zwischen den letzten Beinpaaren der Vollkerfe münden bei vielen Arten 2 Stinkdrüsen, die bei Gefahr als Wehrdrüsen entleert werden (Wanzengeruch). Entsprechende Drüsen befinden sich bei den Larven auf dem Hinterleibsrücken. Die Sekrete wirken auf andere Insekten als Kontaktgifte. Wanzen sind Pflanzensaftsauger, Räuber, einige Arten als Blut saugende Außenparasiten an Tieren und Menschen (Überträger ansteckender Krankheiten). Die Wanzen werden eingeteilt in die Wasserwanzen, Wasserläufer und Landwanzen.
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