Lexikon
Weichtiere
Mollusken; MolluscaTierstamm mit rd. 60 000 bis 160 000 Arten (Angaben stark schwankend). Der Name besagt, dass die Weichtiere eine weiche, ungeschützte Haut haben, die oft durch die Ausscheidung der Mantelfalte, die Schale, bedeckt wird. Weichtiere besitzen eine besondere Ausbildung der Körperunterseite, den Fuß, der sie befähigt, sich kriechend fortzubewegen. Im Mund haben die Weichtiere (mit Ausnahme der Muscheln) eine Radula (Reibezunge). Der Stamm der Weichtiere wird in zwei Unterstämme gegliedert: die Stachelweichtiere und die Schalenweichtiere. Zu Ersteren gehören die urtümlichen Wurmmollusken, Aplacophora, mit Furchen- und Schildfüßern, und die Käferschnecken, Placophora, denen eine einheitliche Schale noch fehlt. Der zweite Unterstamm enthält die mit echten zusammenhängenden Schalen ausgestatteten Weichtiere. In diesem Stamm unterscheidet man fünf Klassen: die Schnecken, Gastropoda, mit etwa 85 000 Arten, die Muscheln, Bivalvia, mit etwa 25 000 Arten, die nur mit wenigen Arten bekannten Napfschaler, Monoplacophora, die Kahnfüßer oder Grabfüßer, Scaphopoda, und die Kopffüßer, Cephalopoda, mit etwa 8500 Arten.
Schnecke: Bauplan
Schnecke: Bauplan
Bauplan einer Schnecke
© wissenmedia
Lungenschnecke
Lungenschnecke
Auch die Wasserlungenschnecken können nur atmosphärischen Sauerstoff atmen. Sie kommen von Zeit zu Zeit an die Wasseroberfläche und tauschen dort, am Oberflächenhäutchen hängend, die verbrauchte Luft in ihrer Mantelhöhle gegen Frischluft aus.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Muschel: Aufbau
Muschel: Aufbau
In der Mantelhöhle, deren Rand deutlich zu sehen ist, liegen der vorstreckbare, hier leuchtend rot gefärbte Fuß und die blattartigen Kiemen. Der Mantelrand ist am Vorderende zu Siphonen, vorstreckbaren Röhren für Ein- und Ausstrom des Atemwassers verwachsen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Tintenfisch (Zehnarmiger)
Zehnarmiger Tintenfisch
Die zehnarmigen Tintenfische der Gattung Calliteuthis sind Bewohner der Tiefenregionen aller Meere. Ihr Körper dieser Kopffüßer ist verhältnismäßig kurz. Auf den Armen haben sie wie viele Tiefseetiere Leuchtorgane ausgebildet.
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