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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
digital:
Das Schlüsselwort des Computerzeitalters wird im Deutschen seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts benutzt. Es ist vom englischen
digit
„Ziffer“ abgeleitet, das wiederum auf das lateinische
digitus
„Finger“ zurückgeht. Digital bedeutet also so viel wie „an Fingern abzuzählen“ bzw. „in Ziffern darstellbar“.
Grundlage sämtlicher Computer sind die Ziffern 1 und 0, durch die alle anderen Zahlen in Ziffernketten dargestellt werden. In der elektronischen Datenverarbeitung werden sämtliche Texte, Bilder, Grafiken usw. in solche Nummern, Zahlencodes, umgewandelt:
digitalisieren
heißt also nichts anderes als „beziffern“. Die Zerlegung etwa der Schallwellen einer Musikaufnahme oder der Farbnuancen einer Fotografie in solche Zahlenwerte hat den Vorteil, dass sie jederzeit in derselben Qualität abgerufen oder kopiert werden können. Damit der Mensch sie wahrnehmen kann, müssen sie allerdings wieder in analoge Signale wie Töne oder Bilder zurückverwandelt werden. Digitalisieren lassen sich aber auch Bücher, Lexika oder ganze Bibliotheken, die auf diese Weise im Internet weltweit zugänglich gemacht werden können.
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