Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Staatsmann:
Die Bezeichnung für einen Politiker in herausragender Position wie „Staats–“ oder „Regierungschef“ gab es im Deutschen ursprünglich gar nicht in dieser Bedeutung. Das mittelhochdeutsche Worthat mit dem Staat überhaupt nichts zu tun, es heißt „Stadtbewohner“. Das Mittelalter kannte noch keinen. Der Begriff als Ausdruck einer modernen Herrschaftsform ist relativ neu. Das lateinische Wortfür „Zustand“, „Stand“, „Verfassung“ wurde in der italienischen Formvon Niccolo Machiavelli (1469–1527) zur Kennzeichnung der zahlreichen monarchischen und republikanischen Herrschaftsgebilde in Oberitalien verwendet. Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588–1679), einer der Vordenker des modernen Staatsbegriffs, gebrauchtezur Beschreibung der Verfassungsform, also beispielsweiseIn seiner heutigen Bedeutung ist das Worterst seit dem 16./17. Jahrhundert im Deutschen, Englischen und Französischen anzutreffen.
Das deutsche Wortist eine Lehnübersetzung zum französischenbzw. zum englischen. Im Deutschen gibt es auch den englischen Begriff desDamit wird ein verdienter Staatsmann bezeichnet, der auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt noch hohes Ansehen genießt („älterer“ +). Das Adjektiv„einem Staatsmann gemäß“, ist nicht allein diesem Personenkreis vorbehalten. In der Umgangssprache wird es gelegentlich auch in der Bedeutung von „abgeklärt“, „ausgleichend“ verwendet.
Das deutsche Wortist eine Lehnübersetzung zum französischenbzw. zum englischen. Im Deutschen gibt es auch den englischen Begriff desDamit wird ein verdienter Staatsmann bezeichnet, der auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt noch hohes Ansehen genießt („älterer“ +). Das Adjektiv„einem Staatsmann gemäß“, ist nicht allein diesem Personenkreis vorbehalten. In der Umgangssprache wird es gelegentlich auch in der Bedeutung von „abgeklärt“, „ausgleichend“ verwendet.
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