Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

verschlagen1

ver|schla|gen1
V.
116, hat verschlagen
I.
mit Akk.
1.
jmdn. an einen Ort v.
jmdn. zufällig an einen Ort geraten lassen;
das Schicksal hat ihn in diese Einöde v.; wer weiß, wohin uns das Schicksal noch verschlägt; wie sind Sie denn hierher v. worden?
wie ist es gekommen, dass Sie sich hier niedergelassen haben?
2.
etwas v.
a)
falsch schlagen, durch Schlag weit weg schleudern;
einen Ball v.
b)
eine Seite (im Buch) v.
versehentlich umschlagen, zuschlagen;
verschlag bitte die (aufgeschlagene) Seite nicht!
3.
einen Hund v.
einen Hund durch vieles Schlagen scheu, ängstlich machen
II.
mit Dat. und Akk.
jmdm. etwas v.
mit bestimmten Subst.
jmdm. den Atem v.
jmdm. den Atem nehmen, für Augenblicke jmdn. am Atmen hindern;
die eisige Luft, das eisige Wasser verschlug mir sogleich den Atem; jmdm. die Rede v.
jmdm. das Weiterreden unmöglich machen;
diese Unverschämtheit hat mir die Rede v.
III.
o. Obj.; ugs.
nutzen, helfen;
die Arznei verschlägt nicht; Prügeln, Schimpfen verschlägt bei ihm nicht
Wissenschaft

Antidepressiva: Erwartung prägt Absetzsymptome

Aufhören ist problematisch, heißt es: Neben dem Verlust der stimmungsaufhellenden Wirkung können auch „Entzugserscheinungen“ wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen das Absetzen einer Antidepressiva-Behandlung erschweren. Doch aus einer Studie geht nun hervor, dass dieser Aspekt offenbar weniger schwerwiegend ist als bisher...

Bronzezeit, Attila
Wissenschaft

Ein Hügel für Attila?

Um den 30 Meter hohen Schlossberg von Udine ranken sich Legenden. Natürlich entstanden oder von Menschen gemacht, das war die Frage. Bis vor Kurzem. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Als Attila im Jahr 452 den Norden Italiens heimsuchte, ließ er die Stadt Aquileia niederbrennen. Damit der als „Geißel Gottes“ gefürchtete Hunnenkönig den...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon