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So holen Sie Ihre analogen Fotos ins digitale Zeitalter

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Warum sollte man seine Schätze überhaupt digitalisieren?

Wer kennt das Problem nicht? Die schönsten Schnappschüsse vergangener Tage sind alle noch analog in Fotoalben untergebracht. Man kann sie nicht so einfach vervielfältigen, schnell per Mail verschicken oder andere digitale Optionen nutzen. Wie aber kommt man aus diesem Dilemma heraus? Nun, um dieses Problem zu lösen, sollten Fotos und Dias digitalisiert werden.

Warum sollte man seine Schätze überhaupt digitalisieren?

Viele Menschen verstehen nicht, warum sie ihre Schätze überhaupt digitalisieren sollten. Schließlich hat man sie doch vorliegen und sie halten auch für die Ewigkeit. Oder? Genau da liegt der Irrtum. Insbesondere ältere Dias und Fotos verblassen, was vor allem durch voranschreitendes Alter und damit einhergehende Materialermüdung bedingt ist. Auch Umwelteinflüsse wie Sonneneinstrahlung, Hitze oder Feuchtigkeit beschleunigen das Verblassen der einst so farbintensiven Erinnerungen. Wer Dias digitalisiert, kann das empfindliche Filmmaterial in digitale Dateien umwandeln und somit sicherstellen, dass die Freude über die Erinnerungen noch über Jahre anhält. Dias können mit einem Diascanner ganz einfach digitalisiert werden. Es bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Ergebnissen beim eigenständigen Scannen und dem Scannen durch einen professionellen Anbieter.

Bevor Sie sich für eine Methode entscheiden, sollten Sie sich darüber klar werden, wie viel Zeit und Geld Sie investieren wollen, sowie in welcher Qualität Sie Ihre Bilder digitalisieren möchten. Zudem kommt es auch auf die Größe Ihrer Sammlung an. Sie wollen Ihre Erinnerungen lediglich digital archivieren und haben eine kleine Sammlung? Dann reicht meist schon ein guter Heimscanner. Für größere Vorhaben sollten Sie sich einen teuren, sehr guten Scanner anschaffen oder mieten. Auch der Gang zum Profi sollte dann in Erwägung gezogen werden.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre analogen Medien zuhause zu digitalisieren, sollten Sie sich vor dem Kauf schlau machen und sich ausgiebige Tests zu den gängigsten Diascannern ansehen.

Erster Schritt: Das Medium reinigen

Der erste Schritt auf dem Weg zur Rettung der Aufnahmen in das digitale Zeitalter ist das Reinigen des Originals. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass man Flusen und Staubkörner mitdigitalisiert, statt nur das klare Bild zu bekommen.

Zu diesem Zweck bewaffnet man sich am besten mit entsprechenden Reinigungsutensilien. Dazu zählen beispielsweise ein Antistatik-Tuch, Baumwollhandschuhe, ein Staubpinsel oder reines Druckluftspray – der Vorgang muss möglichst pfleglich und vorsichtig erfolgen. Papierbilder und Rahmenglas sollte man dabei nur mit Handschuhen anfassen.

Scanner für Papierbilder

Die verbreitetsten Geräte für die Digitalisierung von Papierbildern sind sogenannte Flachbett-Scanner. Diese sind bereits recht günstig erhältlich. Unter 50 Euro sollte man allerdings nicht unbedingt suchen. Nach oben sind preislich wie immer so gut wie gar keine Grenzen gesetzt. Bei etwa 100 Euro kann man durchschnittlich allerdings bereits eine ordentliche Qualität erwarten. Bei Multifunktionsgeräten muss man in der Regel tiefer in die Tasche greifen.

Das Glas des Scanners sollte vor der Digitalisierung frei von Dreck, Staub, Schmieren oder Fingerabdrücken sein, um eine möglichst optimale Bildqualität zu erreichen. Praktischerweise liefern manche Scanner gleich Programme zur Bildbearbeitung mit, mit denen man gut arbeiten kann. Trotzdem sollten Sie versuchen, Ihre Bilder so optimal wie möglich einzuscannen. Das Nachbearbeiten kann unter Umständen viel Zeit kosten und die Bildqualität senken.

Man kann natürlich auch mehrere Fotos gleichzeitig einscannen und die einzelnen Bilder später freistellen. Einige hochwertige Fotoscanner erkennen sogar einzelne Bilder und geben diese gleich als fertig zugeschnittene Datei aus. Zudem ist es wichtig, dass man die Dateien prägnant benennt und in Ordnern speichert, die man leicht wiederfindet.

Eines der berühmtesten und praktischsten Programme zur Bildbearbeitung überhaupt ist Photoshop – auch, wenn die Einarbeitung eine ganze Weile dauert, zumindest dann, wenn man komplexe Bearbeitungen machen will. Auch Gimp, ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm, liefert viel Spielraum bei der Bildbearbeitung.

Was die Auflösung von Fotoscans angeht, reichen für eine normale Größe 300 bis 400 dpi. Die Frage ist natürlich auch immer, wie fein strukturiert das Bild ist – dann machen größere Auflösungen gegebenenfalls Sinn.

Dias digitalisieren

Dias
Man sollte sich vorab informieren, welche Diascanner für die eigenen Bedürfnisse in Frage kommen.

Für diesen Zweck gibt es Scanner, die auf das Digitalisieren von Dias spezialisiert sind. Hier sollte allerdings die nötige Auflösung beim Scannen von Dias beachtet werden. Aufgrund der kleinen Größe des Originals braucht man je nach späterem Verwendungszweck eine optische Auflösung, die sich zwischen mindestens 1400 und 8000 dpi bewegt. Qualitativ hochwertigere Scanner benötigen pro Bild durchaus mehrere Minuten zum Scannen.

Praktischerweise werden auch die verschiedenen Diascanner mit der entsprechenden Software geliefert. Allerdings macht es hier erneut Sinn, sich vorab zu informieren, welche Diascanner für die eigenen Bedürfnisse in Frage kommen. Sowohl im Lieferumfang, als auch im Preis-/Leistungsverhältnis sind diese durchaus unterschiedlich. Auch die Komfortfunktionen unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander. Genaues Hinschauen lohnt sich also, damit man es später nicht bereut. In manchen Fällen kann das Anmieten von Diascannern völlig ausreichend sein. So können Sie Geld sparen und haben nach der Digitalisierung keinen Staubfänger zuhause. Auch der Gang zum Digitalisierungs-Spezialisten kann in vielen Fällen sinnvoll sein. Sie bekommen dort meist für einen verhältnismäßig kleinen Preis eine sehr gute Qualität. Sie müssen sich nicht in Programme einarbeiten und müssen auch bei großen Sammlungen keine eigene Zeit investieren. Beachten Sie zudem, dass Sie Ihren Diascanner nach der Digitalisierung vermutlich nie wieder brauchen werden.

Fazit

Insgesamt muss man also sagen, dass es zahlreiche Möglichkeiten zur Digitalisierung der eigenen Foto- und Diabestände gibt. Mit etwas Recherche und dem nötigen Kleingeld kann man genügend Möglichkeiten ausfindig machen, um sicherzustellen, dass die besten Fotos und Dias auch in den nächsten Jahren überleben.

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