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Volkswirtschaftslehre

Die Volkswirtschaftslehre, kurz VWL, befasst sich mit dem Gebiet der Nationalökonomie und ist eingeteilt in die Bereiche Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft. Die Wirtschaftstheorie entspricht der allgemeinen Volkswirtschaftslehre und erklärt die wirtschaftlichen Zustände, Abläufe und Abhängigkeiten aus den Verhaltensweisen der „Wirtschaftssubjekte“ (Haushalte, Unternehmen, öffentlicher Sektor und Ausland). Da es sich z. B. bei den Zielsetzungen dieser Wirtschaftssubjekte nicht um exakt messbare Größten handelt, orientiert sich die Volkswirtschaftslehre an Hypothesen. Häufig werden hier mathematische Formeln herangezogen.

Ein wirtschaftstheoretisches Modell als System von Hypothesen und Definitionen besteht aus Verhaltensgleichungen (z. B. Konsum- und Investitionsfunktion), aus technischen und institutionellen Beziehungen (z. B. Produktionsfunktion) und aus Definitionsgleichungen (z. B. Zusammensetzung des Volkseinkommens).

Die Mikroökonomik befasst sich dabei mit dem wirtschaftlichen Verhalten einzelner Entscheidungseinheiten. Die Makroökonomie hingegen ist die Analyse von gesamtwirtschaftlichen Größen, fasst also die einzelnen Entscheidungseinheiten zusammen (z. B. die Gesamtnachfrage nach Konsumgütern).

Die Geschichte der Analyse ökonomischer Zusammenhänge beginnt übrigens schon in der Antike. Als „Vater der Volkswirtschaftslehre“, an die auch die heutigen wissenschaftlichen Methoden anknüpfen, gilt der schottische Moralphilosoph Adam Smith (18. Jahrhundert). In Deutschland entwickelte sich eine Art Gegenbewegung durch die Theorien von Friedrich List und Karl Marx. Seit dem 20. Jahrhundert sind die Fragestellungen und Analysemethoden zunehmend mathematisch.

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aus der wissen.de Redaktion / Quelle: Der Brockhaus Wirtschaft
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