Wahrig Herkunftswörterbuch

Parkett
Die frz. Nachsilbe ette ist eine Verkleinerungsform, die auch in vielen deutschen Lehnwörtern vorkommt, entweder noch in der frz. Form (wie in Baguette) oder aber in der eingedeutschten Schreibung ett (wie in Kabinett). Das frz. Wort parquet ist die verkleinerte Form von
frz.
parc „eingefriedeter Platz“ und war demzufolge zunächst ein „kleiner abgegrenzter Raum“. Ursprung des frz. Wortes ist das
mlat.
parricus „Gehege, Einfriedung“. Ursprünglich war mit einem Parkett also kein „Holzfußboden“ wie heute gemeint, doch hatte es seine Bedeutung bis zum 18. Jh. so weit gewandelt, dass man es als „Fußbodenvertäfelung“ ins Deutsche entlehnte. Erst später erhielten auch die zu ebener Erde gelegenen Sitzreihen im Zuschauerraum eines Theaters die Bezeichnung Parkett. Da gerade kunstvoll verziertes Parkett früher kostspielig und nur in den Häusern der gehobenen Schichten anzutreffen war, sprach man bald vom gesellschaftlichen Parkett. Wer sich auf ihm zu bewegen weiß, besticht durch gute Umgangsformen.
Die Farblithografie „Im Hafen einer Hansestadt“ ist Teil einer Serie kulturgeschichtlicher Bilder, entstanden um 1909.
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