Im Gespräch: “Endlich frei von Allergie“
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Im Gespräch: “Endlich frei von Allergie“

Foto: Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

In nur wenigen Wochen beschwerdefrei - davon träumen Allergiker. Die Ärztin Dr. Barbara Hendel entwickelte eine Behandlungsmethode mit 80 - 95 Prozent Heilerfolgen. Sie schildert ihr Therapiekonzept und zeigt auf, wie Sie selbst zu Ihrer Heilung beitragen können.

Allergie ist kein Schicksal

Frau Dr. Hendel, ist Allergie ein Schicksal, mit dem man leben muss?

Ich sehe es nicht als Schicksal. Ich persönlich war als junges Mädchen sehr von Allergien betroffen, ich hatte Neurodermitis und Asthma. Mich hätte die Schulmedizin fast umgebracht mit den typischen Mitteln, die man da so einsetzt, Cortison usw.. Geholfen hat es mir überhaupt nichts; es hat mich eigentlich eher nur kränker gemacht. Das war der Punkt, an dem ich einen anderen Weg gegangen bin. Gott sei Dank bin ich an einen Arzt gekommen, der mir diesen Weg aufgezeigt hat. Ich lebe heute völlig normal und habe überhaupt keine Allergien mehr. Ich bin zwar immer noch ein allergischer Typ, das heißt, ich habe immer noch eine Veranlagung, aber keine Symptome mehr. Das gibt meinen Patienten sehr viel Mut. Man muss sich mit diesem Schicksal nicht abfinden, aber man muss selbst etwas tun und darf sich nicht nur auf Medikamente verlassen.

Sie haben eine Methode entwickelt, die dauerhafte Heilerfolge verspricht. Was sind die Pfeiler dieser Methode?

  1. Eine gesunde Lebensweise und eine gesunde Ernährung sind mit die wichtigsten Pfeiler.
  2. Ich behandle gerne mit der Bioresonanz-Therapie, weil ich damit Allergien, vereinfacht ausgedrückt, löschen kann, so dass man auf Dinge, auf die man vorher allergisch war, nicht mehr allergisch reagiert.
  3. Auch die Immuntherapie ist einer der Pfeiler, denn jede allergische Erkrankung ist eine immunologische Erkrankung. Deshalb muss man natürlich auch das Immunsystem mitbehandeln, wenn man eine Allergie behandeln möchte.
  4. Der Darm spielt bei jeder Allergie eine zentrale Rolle, denn unser Immunsystem sitzt zu 80 Prozent im Darm. Bei sehr, sehr vielen Patienten ist der Darm nicht in Ordnung, so dass man ihn sanieren muss. In erster Linie ist dies ein Folge der Ernährung.

Die Bioresonanz-Therapie

Können Sie die Bioresonanz-Therapie näher beschreiben?

Die Bioresonanz-Therapie ist eine Schwingungstherapie. Sie beruht im Prinzip auf der Spiegelbildschwingung des Allergens. Das heißt, dem Patienten wird mit Hilfe eines speziellen Geräts das Allergen als Gegenschwingung zugeführt. Die Vorstellung ist die, dass dadurch das Frequenzmuster zerstört wird und dass deshalb keine Reaktion mehr auf das Allergen erfolgt. Was da genau im Körper passiert, kann ich Ihnen auch nicht sagen, aber auf jeden Fall funktioniert es zu einem großen Teil.

Eine naturheilkundliche Methode also?

Naturheilkundliche Behandlung ist ein sehr weiter Begriff. Es gehört einfach in die Gruppe der bioenergetische Medizin, der Akupunktur, der Homöopathie, des Therapeutengesprächs. Damit werden funktionelle Störungen aufgelöst.

Wie lange dauert eine durchschnittliche Therapie nach Ihrer Methode?

Die Allergietherapie, die wir hier durchführen, ist immer eine kurmäßige Anwendung. Es wird erst ein Allergietest gemacht und zwar auch mit bioenergetischen Methoden, nicht als Pricktest, weil man mit diesem die zentralen Allergene eigentlich nicht herausfindet. Dann braucht man etwa drei Wochen, um gute Resultate zu erzielen.

Behandeln Sie stationär?

Nein, das ist nicht stationär. Die Patienten kommen circa zweimal die Woche. Patienten von auswärts wohnen in Ferienwohnungen und bleiben circa zwei bis drei Wochen hier. Vieles kann man schon am Telefon besprechen. Wenn man zum Beispiel eine Lebensmittelkarenz einhalten muss, kann man das vorab tun. Mit der Bioresonanz-Therapie kann man nämlich erst anfangen, wenn mindestens eine Woche lang die Karenz eines zentralen Allergens eingehalten wurde. Die zentralen Allergene sind in der Regel Kuhmilch und Weizen. Jedes andere Allergen basiert auf einem dieser beiden Allergene. Diese sind nach meiner Meinung in den Genen verankert und werden weitervererbt.

Zentrale Allergene

Wie häufig stoßen Sie auf eine solche zentrale Allergie?

Nach meinen Erfahrungen hat eigentlich jeder Allergiker ein zentrales Allergen, das in den Genen verankert ist. Es gibt keinen Heuschnupfen-Patienten, der nicht entweder auf Kuhmilch oder auf Weizen allergisch ist. Es entspricht vielleicht einer Quote von 1:1000, dass ich mal kein zentrales Allergen entdecken kann.

Indem Sie die zentrale Allergie behandeln, werden alle nachfolgende Allergien auch behandelt?

Genau, es wird immer erst das zentrale Allergen behandelt. Sehr häufig lassen sich dann manche anderen Allergene überhaupt nicht mehr nachweisen. Die anderen gehen dann auch ganz schnell. Das zentrale Allergen kann man nur einmal pro Woche behandeln; insgesamt drei Mal mit unterschiedlichen Programmen sozusagen, in denen unterschiedliche Frequenzmuster aufgeschwungen werden. Anschließend können die sogenannten erworbenen Allergene wie Heuschnupfen oder Lebensmittelallergene, Nüsse oder so was, sehr rasch und unkompliziert therapiert werden. Davon können pro Sitzung drei auf einmal gelöscht werden und jedes Allergen dauert nur drei Minuten.

Das geht ja überraschend schnell.

Die Therapie geht wirklich überraschend schnell. Kinder lassen sich besonders gut behandeln, weil sie von den Medikamenten noch nicht so verfälscht sind. Aber wenn ich einen Patienten habe, der seit 20 Jahren Cortison nimmt, dann ist es unheimlich schwierig diesen wieder aus seinem Ungleichgewicht herauszuholen. Er wird ja durch das Cortison permanent darin festgehalten. Letztendlich möchte ich mit meiner Therapie nur eines erreichen: Dass sich der Körper mit seinen eigenen Mustern wieder in seine Mitte schwingt. Durch Medikamente nehme ich dem Körper die Möglichkeit, sich frei zu regulieren. Je länger mit Medikamenten und insbesondere mit Cortison behandelt wurde, umso schwieriger ist es, wieder in einen Zustand der Selbstregulation zu kommen.

Heilung ist möglich

Wie viele von Ihren Patienten können Sie tatsächlich geheilt entlassen?

Das ist unterschiedlich. Bei Kindern ist es ja so, dass sie meistens Neurodermitis haben. Diese kann man zu 95 Prozent heilen. Eine zweite Gruppe sind die Heuschnupfen-Patienten, meistens ältere Kinder oder Erwachsene. Da kommt es auf das Alter an und wie gut die jeweiligen Regulationskräfte noch funktionieren. Auch hier haben wir rund 80 Prozent Heilungsquote. Dann haben wir noch die Asthmatiker. Bei diesen ist es besonders schwer. Wenn sie schon älter sind oder wenn sie schon sehr lange massiv Medikamente genommen haben, kann man oft nur noch Verbesserungen erzielen. Aber immer wieder erreichen wir selbst bei älteren Asthmatikern eine wirkliche Heilung. Bei Kindern gelingt das sehr häufig.

Ein Viertel aller Allergiepatienten begibt sich laut Statistik überhaupt nicht in ärztliche Behandlung. Was sehen Sie als Risiken einer solchen langjährigen, verschleppten Allergie?

Zum einen kann sich die Allergie auf ein inneres Keimblatt verlagern. Also, wenn ich als Kind Neurodermitis habe, kann sich diese zum Asthma entwickeln. Das ist natürlich schwieriger zu behandeln als eine Erkrankung am äußeren Keimblatt.
Außerdem liegt durch die Allergie eine völlig unökonomische Situation vor: Das Immunsystem wird permanent überlastet und überfordert. Das wirkt sich auf den gesamten Organismus aus. Andere autoaggressive Erkrankungen können entstehen. Und das Immunsystem kann sich erschöpfen, man wird anfälliger für andere Krankheiten. Deshalb sollte man eine Allergie auf jeden Fall behandeln und sie nicht als gottgegeben oder als Schicksalsschlag hinnehmen.

Ihre Methode stützt sich unter anderem auf naturheilkundliche Verfahren. Gibt es bundesweit bereits Ärzte, die diese Methode anwenden?

Es gibt sehr viele Ärzte, mittlerweile. Die Ärzte haben kapiert, dass sie besonders bei chronischen Erkrankungen mit Medikamenten allein nicht weiterkommen. Die Patienten haben einen großen Anteil daran, dass die Ärzte umlernen, denn die Patienten laufen den Ärzten weg und laufen zu den Heilpraktikern, die offen sind für diese Therapien. Obwohl doch der Arzt im Prinzip der viel besser Ausgebildete ist. Im Moment erziehen die Patienten die Ärzte, indem sie sagen: "Ich will keine Medikamente mehr nehmen. Ich will eine Heilung und keine Unterdrückung." Viele Ärzte denken alleine schon aus Existenzgründen um und beschäftigen sich mit naturheilkundlichen Methoden. Meist sind sie sehr überrascht, wie gut diese wirken, vor allem auch wie dauerhaft. Ich bilde ja auch Ärzte aus und es gibt immer mehr, die sich für diese Dinge interessieren.
Die Methode, die ich mache, ist eine Kombination aus mehreren Dingen. Es gibt viele Ärzte, die machen nur Bioresonanz-Therapie, andere machen nur Darmsanierung oder nur Immuntherapie. Mit meiner Kombination habe ich besonders viel Erfolg, weil sie an mehreren Ecken ansetzt und weil ich verschiedene Ebenen damit abdecke. Wer nach genau diesem Prinzip vorgeht, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall sind viele Ärzte bereits so weit, dass sie mit diesen Methoden arbeiten.

Wie stehen denn die Krankenkassen z.B. zur Bioresonanz-Therapie? Werden Kosten übernommen?

Die Krankenkassen haben vor etlichen Jahren noch Bioresonanz-Therapie übernommen. Mittlerweile dürfen sie es nicht mehr. Das kommt von oben herunter, weil überall das Geld knapp ist. Ich kann Ihnen einen Fall von einem kleinen Mädchen erzählen. Sie war fünf Jahre, hatte Asthma und Neurodermitis und war schon zweimal mit der Mutter in Davos gewesen. Jeder Aufenthalt kostete 20.000 DM (10.000 €). Dann kam sie über Empfehlungen zu mir. Nach drei Wochen hatten wir das Kind praktisch total geheilt. Diese Behandlung hat ungefähr 2.500 DM (1.250 €) gekostet. Die Krankenkasse hat sich geweigert, das zu bezahlen. Die Mutter ist dann vor den Kadi gegangen und hat die Kosten erstattet bekommen. Aber nicht jeder ist so, dass er sich mit einer Krankenkasse anlegt. Doch mittlerweile ist ein Umdenken bei den Patienten eingetreten. Viele sagen, meine Gesundheit oder die Gesundheit meiner Kinder ist mir viel mehr wert. Lieber verzichte ich auf ein neues Kleid oder kauf mir das neue Auto erst nächstes Jahr, weil mir mein Leben dann wieder Spaß macht.

Tipps für Allergiker

Allergien sind ja sehr vielfältig in ihren Erscheinungsformen. Gibt es dennoch Tipps und Ratschläge, die Sie jedem Allergiker erteilen würden?

  1. Für mich ist das Allerwichtigste, dass die Kinder von allergischen Eltern gestillt werden. Es ist wirklich ein Vergehen an den Kindern, wenn man das nicht tut.
  2. Man sollte nicht rauchen. In einer Studie wurde herausgefunden, dass rauchende Eltern viel wahrscheinlicher ein allergisches Kind bekommen, als nicht rauchende Eltern.
  3. Ganz wichtig sind ein geregelter Tagesablauf mit ausreichend Schlaf und ein ausgeglichenes psychisches Umfeld. Erst neulich kam ein bereits behandeltes Kind erneut zu mir. Die Eltern ließen sich scheiden und plötzlich zeigte das Kind wieder allergische Reaktionen. Die Psyche spielt eine ganz, ganz große Rolle. Je ausgeglichener, je harmonischer das Familienleben ist, desto besser ist auch die Voraussetzung, dass ein Therapie-Erfolg anhält oder dass so etwas gar nicht erst ausbricht. Eine Allergie ist ja nur eine Disposition, eine Möglichkeit.
  4. Ein weiterer Punkt ist die Ernährung. Diese sollte möglichst naturbelassen, bodenständig sein. Einfach das, was bei uns wächst. Exotische Lebensmittel überlasten das Immunsystem. Dann sollte man aufpassen, dass man möglichste wenig Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe zu sich nimmt. Das heißt: möglichst die Speisen selbst zubereiten. Auf denaturierte Lebensmittel wie Zucker und Weißmehl sollte man verzichten und vieles mehr.
  5. Wenn die Eltern schon allergisch sind, sollte man sich kein Haustier anschaffen. Es ist immer mit Leid verbunden, sowohl für die Tiere als auch für den Menschen, wenn man so ein Tier weggeben muss.
  6. Vielleicht sollte man auch Teppichböden meiden und eher auf Parkettboden gehen. Eben all die Dinge ausschalten, die eine potenzielle Allergiebereitschaft fördern können.

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