Wahrig Herkunftswörterbuch
Hinz und Kunz
Bereits um 1300 bezeichnet diese heute zumeist despektierlich gebrauchte Wendung „jedermann, alle (beliebigen) Leute“, also einen gesellschaftlichen Durchschnitt. Im Mittelalter waren die Namen Heinrich und Konrad, die u. a. (im mdt.) mit Hinz und (im oberdt.) mit Kunz abgekürzt wurden, sehr beliebte Taufnamen. Dies ist vermutlich dadurch begründet, dass viele deutsche Herrscher des Mittelalters Heinrich oder Konrad hießen. Im 15. Jahrhundert bekommt die Wendung dann schon einen spöttischen Unterton. Historisch gibt es auch das Namenspaar Heintz und Bentz oder (im Elsässischen) Kunz und Benz, wobei Benz die Kurzform von Benedikt darstellt. Andere bekannte, aber regional beschränkte Namenspaare sind Hein und Fietje (in Hamburg) oder Tünnes und Schäl (in Köln).
Wissenschaft
Einsteins Spuk
In der mysteriösen Quantenwelt scheinen sich Orte und Entfernungen aufzulösen – und damit vielleicht sogar die ganze im Alltagsleben vertraute Wirklichkeit. von RÜDIGER VAAS Gleich am Anfang des ersten Kapitels seiner Einstein-Biografie „Raffiniert ist der Herrgott …“ erinnert sich Abraham Pais an einen Spaziergang im US-...
Wissenschaft
Wozu ein neuer Super-Teilchenbeschleuniger?
Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN nahe Genf in der Schweiz verfügt mit dem Large Hadron Collider (LHC) seit 2008 über den leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt. Doch inzwischen arbeiten die Teilchenphysiker längst an den Plänen für ihr nächstes Spielzeug: den „Future Circular Collider“ (FCC). Er soll...