Wahrig Herkunftswörterbuch
Hinz und Kunz
Bereits um 1300 bezeichnet diese heute zumeist despektierlich gebrauchte Wendung „jedermann, alle (beliebigen) Leute“, also einen gesellschaftlichen Durchschnitt. Im Mittelalter waren die Namen Heinrich und Konrad, die u. a. (im mdt.) mit Hinz und (im oberdt.) mit Kunz abgekürzt wurden, sehr beliebte Taufnamen. Dies ist vermutlich dadurch begründet, dass viele deutsche Herrscher des Mittelalters Heinrich oder Konrad hießen. Im 15. Jahrhundert bekommt die Wendung dann schon einen spöttischen Unterton. Historisch gibt es auch das Namenspaar Heintz und Bentz oder (im Elsässischen) Kunz und Benz, wobei Benz die Kurzform von Benedikt darstellt. Andere bekannte, aber regional beschränkte Namenspaare sind Hein und Fietje (in Hamburg) oder Tünnes und Schäl (in Köln).
Wissenschaft
Die Müllabfuhr im Kopf
Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...
Wissenschaft
20 Jahre nach dem Tsunami
Wissenschaftler entwickeln Frühwarnsysteme, um weitere Katastrophen zu verhindern. von KLAUS JACOB Die Flutwelle, die vor 20 Jahren im Indischen Ozean wütete, hat die Einstellung der Menschen zum Meer verändert. Damals, ausgerechnet an Weihnachten, starben mehr als 230.000 Menschen, darunter viele Urlauber. Die meisten kannten...