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LEXIKON

Liebeneiner

Wolfgang, deutscher Filmregisseur, * 6. 10. 1905 Liebau,  28. 11. 1987 Wien; 19421945 Produktionschef der Ufa; Filme: „Der Florentiner Hut“ 1939; „Die Entlassung“ 1942; „Liebe 47“ 1948; „Die Trapp-Familie“ 1956 u. a.
Liebeneiner, Wolfgang
Wolfgang Liebeneiner
  • Deutscher Titel: Die Entlassung
  • Original-Titel: DIE ENTLASSUNG
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1942
  • Regie: Wolfgang Liebeneiner
  • Drehbuch: Curt Johannes Braun, Felix von Eckardt
  • Kamera: Fritz Arno Wagner
  • Schauspieler: Emil Jannings, Theodor Loos, Karl Ludwig Diehl, Werner Hinz
Nach seinem Erfolg von »Bismarck« (1940) behandelt Wolfgang Liebeneiner in seinem neuen Spielfilm die letzten drei Regierungsjahre Bismarcks von 1888 bis 1890: Der »eiserne Kanzler« verliert seinen größten Rückhalt, als Wilhelm I. stirbt. Dessen Sohn Friedrich III. ist bereits bei der Thronbesteigung todkrank und überlebt die Krönung nur um 99 Tage. Mit Wilhelm II. kommt ein junger Monarch an die Spitze des Deutschen Reiches, der im Intrigenspiel bei Hof keine Chance auf eigene Meinungsbildung besitzt. Insbesondere Geheimrat Friedrich von Holstein agiert gegen die Politik des Kanzlers und treibt ihn schließlich zum Rücktritt. Von nun an diktieren Machtgier und persönliche Interessen den Gang des deutschen Staates und nicht mehr das nationale Wohl.
Der Film bietet ein verzerrtes Bild der historischen Tatsachen. Die Hohenzollern werden nach Ansicht von Kritikern geschont, obwohl gerade Wilhelm II. aktiv die Entlassung Bismarcks betrieben hatte. Liebeneiner schont die Gefühle der kaiserfreundlichen Deutschen und greift stattdessen Sozialisten, Geschäftemacher und Höflinge an, die Deutschlands Abstieg verursacht hätten. Die Figur Bismarcks wird im Sinne eines deutschen Nationalismus kritiklos überhöht.
  • Deutscher Titel: Liebe 47
  • Original-Titel: LIEBE 47
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1948
  • Regie: Wolfgang Liebeneiner
  • Drehbuch: Wolfgang Liebeneiner, nach einem Hörspiel von Wolfgang Borchert und nach Motiven von Kurt Joachim Fischer
  • Kamera: Franz Weihmayr
  • Schauspieler: Hilde Krahl, Karl John, Dieter Horn, Helmuth Rudolph
Die Schatten der Vergangenheit und die Möglichkeiten sie gemeinsam zu überwinden sind die zentralen Themen des »Trümmerfilms« von Wolfgang Liebeneiner nach Motiven von Wolfgang Borcherts erfolgreichem Nachkriegsstück »Draußen vor der Tür«.
Am Elbufer treffen sich ein Mann und eine Frau, die jeder für sich mit Selbstmordgedanken aufgebrochen sind, deren Hintergrund der Film durch Rückblenden erklärt. Der aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrte Soldat wird von Kriegserinnerungen und Schuldgefühlen geplagt, die junge Frau hat im Krieg ihre Familie und ihren Freund verloren. Beide eint die allgemeine Orientierungslosigkeit und Hoffnungslosigkeit der Nachkriegszeit. Dennoch versuchen sie, sich gegenseitig Halt zu geben und daraus neue Stärke zu gewinnen, um weiterzuleben.
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