Weihnachtsfest, Weihnachtszeit, Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsmarkt, wir alle führen das Wort "Weihnacht" häufig im Munde. Aber was bedeutet es, woher kommt es? Zu Weihnachten feiern Christen die Geburt Jesu, das weiß jedes Kind. Die wenigsten wissen aber, woher der Name "Weihnachten" kommt. Religionsgeschichtlich bedeutet das Wort "Weihe" die Bestimmung eines Lebewesens oder einer Sache für den Dienst an Göttern. Kann das Wort "Weihnachten" damit in Verbindung gebracht werden? Oder rührt der Name etwa daher, dass einer der heiligen drei Könige dem Jesuskind Weihrauch geschenkt hat? Wohl kaum, denn mit der Geburt Jesu hat dieses Wort gar nichts zu tun. Nicht nur wir feiern Weihnachten. Auch unsere Nachbarn in Europa und in vielen anderen Ländern der Welt feiern die Geburt Jesu. Hristos Razdajetsja, Boas Festas, Hauskaa Joulua – können Sie sich vorstellen, was das bedeutet?
Woher kommt der Name "Weihnacht"?

So sehen Weihnachtsmänner in Russland aus. Sie heißen Matrjoschkas und sind hohle und bemalte Holzfiguren, die in ihrem Inneren bis zu 16 immer kleiner werdende ähnliche Figuren enthalten; ursprünglich als traditionelles Spielzeug mit dem Aussehen eines Bauernmädchens gefertigt, wird die Matrjoschka bis heute in vielen Gestaltungsvarianten hergestellt.
Historisch gesehen kam Jesus gar nicht am 25. Dezember zur Welt. Dieser Zeitraum der Wintersonnenwende hatte vielmehr seit langem eine große Bedeutung sowohl in der römischen als auch in der heidnisch-germanischen Tradition. Die Mitwinterzeit, auch bekannt unter dem Namen "Zwölf Nächte", erstreckt sich von Weihnachten (24.12.) bis zum Heiligen Dreikönigstag (06.01.). Eine Vielzahl von Ritualen sollte früher dafür sorgen, dass die Sonne an den kürzesten Tagen im Jahr wieder neue Kraft bekommt. Als das Christentum immer mehr Anhänger fand, übernahm man einfach diesen Zeitraum und deutete ihn in einem christlichen Sinn um.
Die Gründe für die Festlegung auf den 25. Dezember sind nicht ganz eindeutig. Wahrscheinlich ist jedoch, dass das Weihnachtsfest dem am gleichen Tag begangenen römischen Staatsfest der Geburt des unbesiegbaren Sonnengottes gegenübergestellt wurde. Demnach würde die Tradition des Weihnachtsfestes auf die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts zurückreichen. Die deutsche Bezeichnung "Weihnachten" stammt noch aus der alten heidnischen Zeit. Sie geht auf den mittelhochdeutschen Plural "ze den wihen nahten" zurück, was soviel wie "in den heiligen Nächten" bedeutet. Das zusammengesetzte Wort "wihenaht" ist seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts belegt.
Was steckt hinter dem Wort "Jul"?
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Warum nicht auch als Zeichnung! Carl Larsson malte 1907 einen Weihnachtsabend in Sundborn; das 183 × 152 Zentimeter große Ölgemälde hängt im Helsingborg-Museum in Schweden.
Im Norden, wo die Winter sehr lang sind und die Menschen unter Dunkelheit und Kälte leiden, spielt Weihnachten eine große Rolle. Finnland nimmt sogar für sich in Anspruch, die Heimat des Weihnachtsmanns zu sein. Er heißt hier Joulupukki und besucht die Kinder, die sich oft als Elfen verkleiden, am 24. Dezember. Wie wichtig die Festtage für die Finnen sind, zeigt sich selbst am Namen für den Monat Dezember: Joulukku bedeutet übersetzt der "Weihnachtsmonat".Wie in Finnland finden auch im Nachbarland Schweden die Weihnachtsfeierlichkeiten am 24. Dezember statt. Die Kinder dort haben es gut, denn schon sobald es dunkel wird, also bereits am Nachmittag, beginnt die Bescherung. Was bei uns Heiligabend heißt, bezeichnen die Schweden als "Julafton", als "Weihnachtsnachmittag".
Hat X-mas noch etwas mit Christus zu tun?
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Grüne Kränze, rote Schleifen und teilweise auch amerikanische Flaggen zieren zu Weihnachten die Häuser in der Acorn Street in Beacon Hill/Boston.
Der lateinische Einfluss auf die Wortbildung
In Spanien wünschen sich die Menschen "Feliz Navidad", die Italiener feiern "Natale", auf Portugiesisch heißt Weihnachten "Natal" und das katalanische Wort lautet "Nadal". Bei den romanischen Sprachen steht ebenfalls der christliche Anlass des Weihnachtsfestes im Mittelpunkt. Die Bezeichnungen gehen alle auf das lateinische Wort "nascor" zurück, was übersetzt "geboren werden" bedeutet. Aus der lateinischen Form "natalis dies", dem Tag der Geburt, entwickelte sich im Französischen über die Vorstufe "nael" das heutige Wort "Noël". Selbst in Indonesien finden sich lateinische Wurzeln, hier wird das Fest "Hari Natal" genannt.
Glossar
Der Weihnachtsmann in anderen Sprachen
Belgien: Christkind oder Saint Nicholas
Brasilien: Papai Noel
China: Dun Che Lao Ren
Dänemark: Julemanden
England: Father Christmas oder Santa Claus
Finnland: Joulupukki
Frankreich: Père Noël
Holland: Sinterklaas
Irland: Jolasveinn
Italien: Babbo Natale
Japan: Santa Kurousu
Mexiko: San Nicolás oder Santa
Norwegen: Julenissen
Russland: Ded Moroz oder Dedushka Moroz
Schweden: Jultomten
"Fröhliche Weihnacht" auf der ganzen Welt
Albanien: Gézuar Krishlindjet
Algerien, Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien: Mboni Chrismen
Bangladesch: Shuvo Baro Din
Belgien (Flämisch): Zalig Kerstfeest
Bosnien: Sretam Bozic
Bulgarien: Vessela Koleda
China: Sheng Tan Kuai Loh
Dänemark: Glaedelig Jul
England, USA, Australien: Merry Christmas oder Happy Christmas
Finnland: Hauskaa Joulua
Frankreich: Joyeux Noël
Griechenland: Kala Christouyenna
Hong Kong: Sing dan fiy loc
Indien: Shub Christu Jayanti
Israel: Mo’adim Lesimkha
Italien: Buon Natale
Japan: Merii Kurisumasu
Kroatien: Sretan Bozic
Libanon: Milad Majeed
Malta: Il-Milied it-Tajjeb
Norwegen: Gledelig Jul
Polen: Boze Narodzenie
Portugal: Boas Festas
Rumänien: Craciun fericit oder Sarbatori fericite
Russland: Hristos Razdajetsja oder Rozdjestvom Hristovim
Schweden: God Jul
Slowakei: Vesele Vianoce
Slowenien: Srecen Bozic
Spanien und alle spanisch sprechenden Länder: Feliz Navidad
Südafrika: Geseënde Kersfees (Afrikaans) oder Happy Christmas (Englisch)
Sudan: Wilujeng Natal
Thailand: Ewadee Pe-e Mai
Tschechische Republik: Vesele Vanoce
Türkei: Mutlu Noeller
Ungarn: Boldog Karácsonyt









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