Schönes Haar, das nach dem Frisieren gut sitzt, Schwung hat und glänzt - wer träumt nicht davon? Über Probleme mit ihrem Haar klagen viele Menschen. Abhilfe schafft hier die Kenntnis des Haartyps, eine gezielte Pflege und richtiges Styling.
Feines Haar

© Ergee GmbH, Sonthofen
"Mein Haar ist zu dünn!" Diese biologische Veranlagung ist häufig ein Grund zur Unzufriedenheit. Es wirkt kraftlos, die Frisur hält nicht, Haarklammern rutschen gern.
Für die Pflege:
- Haare nicht zu lang tragen. Auch manche Stufenschnitte können das Haar langweilig und ausgedünnt wirken lassen. Volumen bekommt es durch einen stumpfen, schwungvollen Schnitt. Stützwellen am Haaransatz oder eine "optische Täuschung" mit Strähnchen am Oberkopf und Pony helfen.
- Vorsicht: Feines Haar reagiert empfindlich auf ein Zuviel an Pflege durch "schwere" Conditioner und Kuren.
- Finish: Kopfüber föhnen, leicht toupieren, Festiger und Volumenspray einsetzen.
- Der Bonus dieses Haartyps: Glattes, gepflegtes Haar glänzt wunderschön.
Trockenes und glanzloses Haar
Der Typ "trockenes Haar" tritt meist nur bei starker Naturkrause auf, zum Beispiel bei Afrolocken. Allerdings haben starke Dauerwellen den gleichen Effekt. Wenn auch die Kopfhaut trocken ist und zu jucken beginnt, wird dieses Problem zur echten Belastung.
Für die Pflege:
- Abhilfe schaffen die regelmäßige Verwendung von Haarwasser und öl- und fetthaltigen Kurpackungen.
- Vorsicht: Glätteisen und chemische Mittel zum Glätten der Haarpracht können es poröser und dadurch noch trockener machen.
- Pflegeplus: Haarwachs in die Spitzen kneten. Die Locken wirken weicher und das Haar reflektiert das Licht besser.
Trockenes und sprödes Haar

Wenn glattes Haar spröde reagiert, dann meist auf die Beanspruchung durch Dauerwelle, Blondierung, aggressive Shampoos oder Lockenstab - oder das Alter macht ihm zu schaffen. Bei 25 cm Länge hat das Haar über zwei Jahre mit unzähligen Wäschen, Föhnprozeduren und Schwimmbadbesuchen, jede Menge trockener Heizungsluft oder massiver Sonnenbestrahlung hinter sich.
Für die Pflege:
- Hilfereich sind Spülungen, die das Haar vorübergehend glätten und es leichter kämmbar machen.
- Nur gelegentlich sollten spezielle Anti-Spliss-Kuren angewendet werden, die ökologisch bedenkliche Silikone enthalten. Eine natürliche Alternative sind Packungen mit Oliven- oder Jojobaöl, die zum Beispiel über Nacht einwirken.
Schnell fettendes Haar
Leider lässt sich die Veranlagung zu übermäßiger Talgproduktion (noch) nicht an ihrer Wurzel bekämpfen. Der einzige Trost ist, dass sie nach der Pubertät und im fortschreitenden Alter immer weiter nachlässt. Aber nicht generell ist Fett im Haar unerwünscht: Inder ölen sich die Haare ein, um sie vor Sonne und Beanspruchung zu schützen.
Für die Pflege:
- Anti-Fett-Shampoos helfen zwar, können aber längeres Haar stark auslaugen. Am besten nur im Wechsel mit milden Shampoos anwenden.
- Häufiges Waschen schadet nicht. Am besten wählen Sie eine praktische, kürzere Frisur, die die Haare nicht zu eng anliegen lässt.
- Strähnchen, Dauerwelle oder Blondierung wirken sich bei fettigem Haaransatz positiv aus, da sie die Schuppenschicht des Haares anrauen und so die einzelnen Haare etwas aufplustern.
Schuppende Kopfhaut
Schuppenbildung ist meist eine vorübergehende Erscheinung, bedingt durch Faktoren wie Stress, Krankheit oder Klimawechsel. Hilft eine drei- bis achtwöchige Kur mit Anti-Schuppen-Shampoo und Haarwasser nicht, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.
Für die Pflege:
- In dieser Zeit keine Dauerwelle legen lassen.
- Schuppen-Shampoos mit Teer und Metalloxiden nur im akuten Fall einsetzen, langfristig für die Haarwäsche ein mildes Haarbad verwenden.
- Vorsicht: Schuppenshampoos können Haarcolorationen beeinflussen.
Was tun, wenn die Haare weniger werden?

Ein Glück, dass Glatze in ist! Trotzdem macht sich jeder Mann Gedanken über die ersten Anzeichen des meist schon von Opa und Onkel bekannten Kahlkopfs: dünner werdendes und ausfallendes Haar an Stirn, Schläfen und Hinterkopf, das sich über den ganzen oberen Kopf fortsetzen kann. Nur 10 Prozent der Frauen sind von diesem androgenetischen Haarausfall betroffen, der wie der Name sagt eine Kombination aus männlichen Hormonen und ererbten Faktoren ist. Bei Frauen kann er durch Östrogengaben ausgeglichen werden.
Bei Männern ist der androgenetische Haarausfall von außen bisher nicht zu stoppen. Es gibt jedoch neue Medikamente, die ihm im Frühstadium Einhalt gebieten können - fragen Sie Ihren Hautarzt. Später sind die kahlen Stellen nicht mehr rückgängig zu machen. Will Mann keine Haartransplantation bezahlen und kein Toupet tragen (beide Methoden wurden übrigens stark verbessert), bleibt nur, für ein attraktives Äußeres zu sorgen: Die Kopfhaut gut pflegen und das verbleibende Haar am besten radikal kürzen. Das unterstreicht einen männlich-markanten Typ besser als ein abstehender Haarkranz.
Totalglatzen sind übrigens sehr selten und auf entzündliche Prozesse zurückzuführen, die schon bei Kindern auftreten können. Bei anderen Formen vermehrten Haarausfalls spielen Stress und Hormonumstellungen wie Absetzen der Pille, Schwangerschaft und Geburt die größte Rolle, Fehlernährung ist in unseren Breiten unwahrscheinlicher. Wer sicher gehen will: viele Vitamine des B-Komplexes zu sich nehmen. Auch schwere Infektionskrankheiten und Medikamente, die Zellwachstum oder -bildung beeinflussen, können zu vorübergehendem Haarausfall führen.







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