Lexikon
globạle Erwärmung
während der vergangenen Jahrzehnte beobachteter und für die Zukunft vorausgesagter durchschnittlicher Temperaturanstieg der erdnahen Luftschichten und der Meere, der höchstwahrscheinlich auf den vom Menschen forcierten Treibhauseffekt zurückzuführen ist. Im letzten Jahrhundert ist die erdnahe Durchschnittstemperatur um etwa 0,6 °C angestiegen, der höchste Temperaturanstieg innerhalb eines Jahrhunderts während der letzten 1000 Jahre. Wissenschaftliche Berechnungen sagen bei einer Fortsetzung der aktuellen Tendenzen bis zum Jahr 2100 eine weitere erhebliche Erderwärmung voraus, im günstigsten Fall 1,1–2,9 °C, im schlimmsten Fall bis 6,4 °C. Bereits ein verhältnismäßig geringer Temperaturanstieg von 1–2 °C hätte weltweit häufigere und stärkere Wetterextreme zur Folge, besonders Hurrikane, Eisflächen- und Gletscherschmelze, Meeresspiegelanstieg und daraus resultierend erhöhte Sturmflutgefahr, häufigere Überschwemmungen und Hochwasser, häufigere Hitzeperioden z. B. in Europa, mehr Trockenheit und Ausbreitung von Wüsten z. B. in Afrika. Maßnahmen zum Klimaschutz sollen den erwarteten Temperaturanstieg abbremsen.
Wissenschaft
Per Anhalter durch den Ozean
Viele Meeresbewohner beherbergen einen Mikrokosmos aus Bakterien und anderen Kleinstlebewesen. Mikrobiologische Untersuchungen helfen, ihn zu erkunden. von BETTINA WURCHE Seekühe, Meeresschildkröten und sogar die kleinen Krill-Krebse haben auf ihren Reisen blinde Passagiere an Bord: Ihre Körperoberfläche sondert im Wasser einen...
Wissenschaft
Wal-Verwandtschaften im Südpolarmeer
Im nahrungsreichen Süden leben etwa 25.000 Orcas, zugehörig zu vier Orca-Ökotypen. Aufgrund ihrer Unterschiede „durch Kultur“ sind die Grenzen zu (Unter-)Arten schwer zu ziehen. von BETTINA WURCHE Schwertwale sind intelligente und soziale Tiere, kooperative Jäger und die größten Raubtiere des Ozeans. Im Südpolarmeer lassen sich...