Lexikon

Liebe

ein Begriff, mit dem eine Vielfalt von Gefühlen der Zuneigung charakterisiert wird, die auf die Vereinigung mit dem geliebten Objekt zielen. Man unterscheidet die personenbezogene Liebe zu einem Partner, die die Sexualität mit einschließt, oder zu Eltern, Freunden, Geschwistern und anderen Menschen, und die objektbezogene Liebe zur Natur, zur Freiheit, zum Eigentum u. a. Philosophie und Psychologie haben eine Reihe von Erklärungsmodellen für das Phänomen Liebe geliefert.

Religionsgeschichte

Im Alten Testament ist die Liebe zum Mitmenschen im Rahmen von Anweisungen für das zwischenmenschliche Verhalten verankert (Levitikus 19,18). Die Liebe zu Gott gilt dann als vollendete Stufe der Frömmigkeit. Das Christentum nahm in Markus 12,30 f. das doppelte Liebesgebot Israels auf und ergänzte es durch das Gebot der Feindesliebe. In der christlichen Theologie gilt Liebe als Inbegriff der Sittlichkeit, die Gott für sich und den Nächsten fordert (Nächstenliebe). Jesus gilt als das Vorbild der Liebe und als der, der durch seine Liebe gegenüber den Menschen echte Liebe erst ermöglicht.
Olympische Spiele
Wissenschaft

„Waffen waren bei Olympia verboten“

Der olympische Friedensgedanke ist ein historisches Vermächtnis der griechischen Antike an die Neuzeit – oder? Der Olympiahistoriker Stephan Wassong räumt mit einigen Missverständnissen auf. Das Gespräch führte ROLF HESSBRÜGGE Herr Prof. Wassong, alle paar Jahre beschwört die Welt den „olympischen Frieden“, den es aber nie zu...

Weltkarte mit eingezeichneten Warnsymbolen
Wissenschaft

El-Niño-Ereignisse werden immer extremer

Mit dem Klimawandel nehmen Wetterextreme wie Hitzewellen und Sturzfluten zu, wie sich inzwischen weltweit beobachten lässt. Besonders heftig fallen die Unwetter in den Jahren aus, in denen das Klimaphänomen El Niño auftritt. Doch auch die El Niño-Ereignisse werden mit dem Klimawandel immer häufiger und intensiver, wie eine Studie...

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