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Autokosten im Vergleich: Kaufen, finanzieren oder leasen?

Auf der einen Seite geht mit einem Auto in Deutschland zwar eine gewisse Selbstverständlichkeit einher, auf der anderen Seite ist ein eigenes Fahrzeug für nicht wenige Einkommensgruppen mittlerweile zum Luxus geworden. Die Kosten für das Fahrzeug hören beim Kauf oder der monatlichen Rate nämlich nicht auf. Insbesondere die laufenden Kosten werden häufig unterschätzt, obwohl sie einen großen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen.

Ob Leasing, Kauf oder Finanzierung: Wer seine Autofinanzierung plant, behält die volle Kontrolle über sein Budget.

Bild: Raten-Kauf / Pixabay

Autokosten realistisch berechnen: Mehr als Kaufpreis und Monatsrate

Für eine durchdachte Entscheidung ist ein detaillierter Vergleich unvermeidbar. Wichtig ist, dass alle Fahrzeuge mit denselben Parametern und Bedingungen verglichen werden. Dabei spielt der Wertverlust zunächst eine wichtige Rolle. Neuwagen verlieren oftmals durchschnittlich rund 24 % ihres Wertes im ersten Nutzungsjahr. Bei einer Finanzierungslaufzeit von drei Jahren entsteht häufig ein Wertverlust von etwa 50 %. Dieser ist oft der größte Kostenfaktor, da er mit dem Fahrzeugwert steigt.

Dazu kommen die Fixkosten in Form der Kfz-Steuer und der notwendigen Versicherungen. Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Teil- oder Vollkaskoversicherungen sind bei finanzierten oder Leasingwagen meist ebenfalls verpflichtend. Die variablen Kosten bilden den dritten Teil. Häufige Werkstattbesuche oder eine intensive Nutzung erhöhen diese durch höheren Kraftstoffverbrauch beziehungsweise Ladekosten bei E-Autos.

Um diese Kosten vergleichbar zu machen, sollten Fahrzeughalter über mehrere Jahre vergleichen. Laufzeiten von drei oder vier Jahren bieten sich dafür an. Zunächst erfolgt dafür eine Bestandsaufnahme, beispielsweise im Hinblick auf die normalerweise gefahrenen Kilometer pro Jahr sowie die Schadenfreiheitsklasse, die bei den Versicherungen eine Schlüsselrolle spielt. Vor allem beim Leasing spielen die Ausstattung und im Leasingvertrag enthaltenen Inklusivleistungen eine große Rolle.

Auto kaufen oder finanzieren: Kosten, Eigentum und langfristige Nutzung

Der Bankenfachverband hat über eine repräsentative Umfrage das Autokauf-Verhalten der Deutschen analysiert. Demnach werden mittlerweile knapp 40 % der privat genutzten Pkw in Deutschland per Kredit oder Leasing finanziert. Bei Neuwagen liegt der Anteil mit 47 % sogar noch höher. Gebrauchtwagen werden hingegen nur zu einem Anteil von 34 % finanziert. Etwa ein Drittel bis die Hälfte der Deutschen sind mit Autofinanzierungsmodellen also bereits bestens vertraut.

Das Gegenstück dazu ist der Barkauf. Wenig überraschend resultiert dieser in einer einmalig hohen finanziellen Belastung. Der Vorteil: Finanzierungskosten entfallen und die Gesamtkosten sinken. Nachteilig ist, dass der Kaufpreis vollständig verfügbar sein muss. Barkäufer haben außerdem, speziell bei Gebrauchtwagenhändlern, einen gewissen Verhandlungsspielraum. So könnte man im Idealfall zusätzlich etwa 5 bis 15 % auf den Kaufpreis sparen.

Bei einer Finanzierung steigen die Gesamtkosten, da zum Kaufpreis noch Finanzierungskosten hinzukommen. Da viele Deutsche ihr Fahrzeug finanzieren, gibt es verschiedene Modelle. Beim klassischen Ratenkredit wird das Fahrzeug über die Laufzeit abbezahlt und geht anschließend vollständig in den Besitz des Kreditnehmers über. Eine Alternative ist die Ballon-Finanzierung beziehungsweise 3-Wege-Finanzierung mit zunächst niedrigen Raten und einer höheren Schlussrate. Muss diese ebenfalls finanziert werden, steigen die Gesamtkosten weiter. Zusätzlich sind Sonderzahlungen und Gebühren zu berücksichtigen.

Käufer und Finanzierungsnehmer haben außerdem noch weitere Risiken: Sie tragen alle bereits genannten laufenden variablen und Fixkosten, auch der Wertverlust bei einer längeren Nutzung ist zu berücksichtigen. Dafür genießen sie in der eigentlichen Nutzung des Fahrzeugs entsprechende Freiheiten.

Leasing im Kostenvergleich: Planbare Raten mit Vertragsgrenzen

Beim Leasingmodell sind die Monatsrate, Vertragslaufzeit und beispielsweise die vereinbarte Kilometerleistung zu berücksichtigen. Außerdem können weitere Kosten entstehen, zum Beispiel durch gefahrene Mehrkilometer oder wenn am Auto bei der späteren Abgabe übermäßige Gebrauchsspuren identifiziert wurden. Diese Kostenpunkte müssen nicht unwesentlich sein. Mehrgefahrene Kilometer können je nach Vertrag durchaus Kosten in Höhe von 5 bis 15 Cent pro Kilometer verursachen.

Trotzdem kann das Leasing entsprechend der individuellen Situation nennenswerte Vorteile haben, insbesondere im Hinblick auf die planbaren monatlichen Belastungen und den typischerweise unkomplizierten Wechsel auf neuere Fahrzeuge. Gerade in einer Zeit, in der sich Automodelle durch neue Antriebstechnologien, digitale Funktionen und Assistenzsysteme immer schneller weiterentwickeln, können Fahrzeuge vergleichsweise rasch technisch veralten. Leasing dagegen ermöglicht es, regelmäßig auf aktuellere Modelle mit moderner Ausstattung umzusteigen. Wer sich über aktuelle Fahrzeugangebote informieren möchte, findet dazu auf Leasingportalen wie mobile.de/leasing/ eine große Auswahl. Sofern gewünscht, können die Fahrzeuge nach Ablauf des Leasingvertrages oftmals sogar abgekauft werden.

Wer sich für ein neues Fahrzeug entscheidet, sollte daher mehr als nur Modell oder Marke betrachten. Kauf, Finanzierung und Leasing bieten unterschiedliche Wege zum neuen Wagen. Welche Option am besten passt, hängt vor allem von Budget, Nutzungsdauer, Fahrleistung und gewünschter Flexibilität ab. Ein Vergleich über mehrere Jahre kann dabei wichtige Erkenntnisse liefern.

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