Wissensbibliothek
Mit welcher Taktik gingen die Deutschen bei Kriegsbeginn vor?
Das deutsche Militär setzte taktisch auf den Plan von Ex-Generalstabschef Alfred Graf von Schlieffen (1833–1913) aus dem Jahr 1905. Dieser sah für den Fall eines Zweifrontenkrieges vor, zunächst die Franzosen in einem groß angelegten Umfassungsmanöver auf französischem Boden (Ring um Paris) einzukesseln und niederzuwerfen, um dann die Truppen sofort in den Osten gegen Russland zu verlegen. Voraussetzungen für das Gelingen dieses Plans waren ein deutscher Vorsprung bei der Mobilmachung sowie schnelles Handeln gegen die personell überlegenen alliierten Gegner. Die Umsetzung des Schlieffenplans scheiterte am unerwartet frühen Angriff der Russen (was den Abzug mehrerer Divisionen erforderte) und an der Verwicklung der deutschen Truppen im Westen wie im Osten in langwierige Stellungskriege. In der Folge ging es für die Kriegsparteien darum, den entscheidenden Durchbruch an einer der beiden Fronten zu erzielen.
Aschewolken, Hunger, Pest
Vulkanausbrüche haben auf der Erde immer wieder zu klimatischen Veränderungen geführt. Auch die Menschheitsgeschichte wurde dadurch mehrfach beeinflusst. Etwa im Jahr 1345, als Eruptionen in Europa für schwere Missernten sorgten. von DAVID NEUHÄUSER Im Jahr 1347 erreichte das Bakterium Yersinia pestis Europa – nicht zum ersten...
Erster Schritt zur Impfung gegen HIV?
Trotz jahrzehntelanger Forschung gibt es bislang noch keinen Impfstoff gegen das humane Immundefizienz-Virus HIV. Nun haben vier Forschungsteams unabhängig voneinander an Rhesusaffen und Mäusen erste Erfolge auf dem Weg der Impfstoffentwicklung erzielt. Mit Hilfe einer Technik namens Keimbahn-Targeting griffen sie in die Reifung...