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Chronik der Spielautomaten: vom Einarmigen Bandit zum Online Slot

Las Vegas im US-amerikanischen Bundesstaat Nevada ist dieser sagenumwobene Ort mit den blinkenden Früchten, dem klassischen „BAR“-Symbol und der roten „7“. Hier bekommen Spieler eine breitgefächerte Auswahl an Casinos mit Spielautomaten von bekannten Gaming-Software-Herstellern wie NetEnt oder Microgaming. Nicht nur in Amerika erfreuen sich die Slots großer Beliebtheit bei den Casinobesuchern. Auch in Deutschland wird das Spiel an den vielseitigen Automaten favorisiert. Zum einen ist das der schnellen Spieldynamik geschuldet, zum anderen den progressiven Jackpots, die sich erhöhen, je länger ein Spieler zockt. Wer in Deutschland dem Glückspiel frönt, der tut das nicht mehr zwangsläufig in einer landbasierten Spielothek, sondern schaltet seinen Computer, sein Tablet oder das Smartphone ein. Im 21. Jahrhundert ist es möglich, das Spielvergnügen aus Las Vegas online zu zelebrieren. Vorteile daran sind, dass weder die eigenen vier Wände dafür verlassen werden noch Öffnungszeiten das Spielen zu einer gewissen Uhrzeit verbieten. Online Casinos haben rund um die Uhr geöffnet. Gestartet sind die Spielautomaten jedoch als klassische, mechanische Kästen und schon damals sorgten diese Modelle für ein Wechselbad der Gefühle bei den Spielern.

Der erste Einarmige Bandit

Grundsätzlich wird der Ursprung der bunten, mechanisierten Spielautomaten auf das Jahr 1887 und einen Mann namens Charles Fey datiert. Der Kalifornier mit deutschen Wurzeln entwickelte eine Art Kasten, der auf der Front sogenannte „Walzen“ präsentierte, die sich drehten. Zu bewegen waren sie mit einem Hebel an der Seite. Auf den Walzen erstrahlten verschiedene Symbole, darunter bekannte Bilder aus dem Kartenspiel, wie Herz, Pik und Karo. Neben den Kartensymbolen, gab es noch Hufe und die Freiheitsglocke, weshalb der Spielautomat den Namen „Liberty Bell“ erhielt. Die Freiheitsglocke war das begehrte Symbol, welches in dreifacher Ausführung zur maximalen Gewinnausschüttung führte.

Einarmiger Bandit
Einarmige Banditen waren die Vorläufer der heutigen Slots.
In der Casino-Branche ist man sich nicht ganz einig, ob der erste Einarmige Bandit tatsächlich aus der Feder von Fey stammt. Neben der um den kalifornischen Maschinenbauer, gibt es noch zwei weitere mögliche Entstehungsgeschichten der Spielautomaten. Eine davon dreht sich um die Brüder Callie, welche angeblich in den 1880er Jahren einen Automaten namens „Black Cat“ entwickelten. Dieses Modell war relativ einfach gestaltet und ebenfalls mit dem klassischen Hebel bedienbar. Blieb die richtige Farbe stehen, erhielt der Spieler einen Gewinn, andernfalls erntete man eine Niete.

Eine weitere Vermutung ist, dass Sittman und Pitt den ersten Einarmigen Banditen im Jahr 1881 in New York etablierten. Dabei handelte es sich aber nicht, wie zuvor beschrieben, um einen Vorläufer der heutigen Slots, sondern vielmehr um einen Automaten mit drehender Roulette-Scheibe. Die Spieler wetteten auf Rot oder Schwarz. Die Gewinne, die mit der jeweiligen Kartenkombination erreicht wurden, zahlte man in Form von Zigaretten und Drinks aus.

Chronik der Spielautomaten

Die Beliebtheit der Spielautomaten wuchs in den nächsten Jahren und alsbald waren die Spielgeräte in verschiedenen Etablissements vertreten. Als die Verluste der Spieler zunahmen und das Glücksspiel in Verruf geriet, verschwanden die Automaten nach und nach. Oder sie erhielten eine neue Aufgabe und zwar die Ausgabe von Kaugummi. Das heute gern verwendete „BAR“-Symbol, welches Spielern sehr häufig bei klassischen Früchte-Slots begegnet, ist das Brand-Logo der Bell-Fruit Company, einem Produzenten von Kaugummi. Diese Umfunktionierung ist auch ein Grund, warum die Automaten bis heute in England als „Fruit Machines“ bezeichnet werden.

Spielautomaten-Slots mit Früchtemotiven
Früchte Slots und das „BAR“-Symbol sind bis heute echte optische Klassiker bei Spielautomaten.
Der Begriff „Einarmiger Bandit“ entstand durch das Design der ersten Maschinen. Schuld war der Hebel an der Seite, mit welchem Spieler den Automaten in Gang setzten. Die Bezeichnung „Bandit“ rührte daher, weil die Slot Maschinen den Spielern das Geld wie ein Räuber aus den Taschen zogen. Mit dem Aufkommen der ersten elektromechanischen Modelle verblasste der Begriff des Einarmigen Banditen und die neuen Modelle dienten als Inspirationsquelle für alle folgenden Spielautomaten, sodass sich 1996 schließlich der erste Video-Automat etablierte.

Online und mobile Slots für Laptop und Smartphone

Heutzutage sind die Spielautomaten zwar immer noch in den landbasierten Casinos zuhause, aber in Zeiten des Internets haben es die Online Slots den spielfreudigen Casino-Liebhabern angetan. Inzwischen haben Gamer die Möglichkeit, das Casino Lieblingsspiel entweder am Computer oder Laptop zu zocken oder mobil mit einer App auf Smartphone sowie Tablet zu spielen.

Online Anbieter verwöhnen Spieler mit einer großen Auswahl an Slots, die optisch dem Stil der großen Spielhallen aus Amerika ähneln. Es fühlt sich für den einen oder anderen Spieler so an, als wäre man vor Ort. Spannende Themen-Slots der aktuellen Lieblingsserien oder echte Film-Klassiker leihen den heutigen Automaten ihr Aussehen. Darüber hinaus sind die klassischen Früchte, das charakteristische „BAR“-Symbol und die rote „7“ bei einigen Slots ebenfalls noch dabei.

Smartphone mit Candycrush-App
Im 21. Jahrhundert zocken Casino-Liebhaber per Smartphone, Tablet & Laptop immer und überall.
Die Funktionsweise der Spielautomaten ist heutzutage immer noch relativ simpel. Einen entscheidenden Unterschied zu den ersten Automaten gibt es dennoch. Online und mobile Slots funktionieren ohne den klassischen Hebel, was jedoch nicht erst seit der digitalen Casino-Revolution der Fall ist. Schon mit Aufkommen der elektromechanischen Geräte verschwand der Hebel, sodass per Knopfdruck die Walzen zu drehen begannen. Heutzutage drücken Spieler auf die Computer-Maus oder auf den dafür vorgesehenen Button auf Smartphone sowie Tablet und schon beginnt das Spiel.

Spielverhalten in Deutschland

Laut einem Bericht des Statistischen Bundesamt zum Thema „Öffentliche Einnahmen aus Glücksspielen“ zählen die Erträge aus den Geldspielautomaten nicht zu den öffentlichen Einkünften. Grund dafür ist, dass die Automaten nicht eindeutig in die Kategorie „Glücksspiel“ einzusortieren sind. Umfragen zum Glücksspiel-Verhalten in Deutschland zeigen jedoch, dass gerade die Spielautomaten zu den beliebtesten Glücksspielarten gehören. Eine entscheidende Tatsache, die dazu beigetragen hat, ist, das inzwischen sehr unkomplizierte Spielen im Internet. Nach einer Anmeldung bei einem Online Anbieter, tätigt der Spieler einen „First Deposit“ und schon beginnt das Zocken. Anbieter locken mit spannenden Willkommens-Boni für Neukunden und interessanten Treueprogrammen für Stammspieler, sodass für jeden etwas dabei ist. Empfehlenswert ist es, zunächst das kostenlose Angebot der Online Casinos zu nutzen. Bei fast jedem Online Anbieter haben Spieler die Möglichkeit im Fun- oder Spielgeld-Modus zu üben. Hier gibt es zwar keine großen Gewinne, aber auch keine immensen Verluste.

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