Daten der Weltgeschichte
17. 11. 1996
Serbien
Im zweiten Durchgang der Kommunalwahlen erringt das bürgerlich-demokratische Oppositionsbündnis „Zajedno“ (Gemeinsam) in 15 der 18 größeren Städte die Mehrheit. Die Wahlkommission annulliert diese Ergebnisse und setzt Neuwahlen für den 27. November an. Da diese von der Opposition boykottiert werden, führen sie zum formellen Sieg der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS), den die Opposition nicht anerkennt. Trotz Verbots fordern monatelang Hunderttausende von Bürgern die Anerkennung der Wahlen. Ihre täglich stattfindenden fantasievollen und gewaltfreien Demonstrationen und Aktionen wenden sich mit zunehmender Entschiedenheit auch gegen das autoritäre Regime von Präsident Slobodan Milošević. Nach einer Bestätigung des Wahlbetrugs durch eine Untersuchungskommission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am 20. Dezember bietet die Regierung schrittweise Zugeständnisse Zugeständnisse an, die von der Opposition abgelehnt werden, solange die Ergebnisse der Wahl vom 17. November nicht vollständig anerkannt werden.
News der Woche 08.08.2025
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