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Internetquellen richtig zitieren

Im fünften Teil unserer Recherchereihe erläutert die Recherche-Expertin Nicole Krüger von der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, wieso für die Zitation in wissenschaftlichen Arbeiten nur verlässliche, gut recherchierte Internetquellen und Literatur verwendet werden dürfen. Besondere Vorsicht ist geboten, denn: Bei Internetquellen müssen Sie die Zitierfähigkeit selbst einschätzen, da sie nicht von Verlagen geprüft werden.

von Nicole Krüger, Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften

Recherche-Expertin: Nicole Krüger (ZBW)
ZBW
Nach der Überprüfung der Quelle kommt es natürlich auch auf das richtige Zitieren an. Besonders bei Internetquellen ist das "Copy-und-Paste-Syndrom" allgegenwärtig. Bilder und Texte werden kopiert und - ohne Nennung von Quellen - in die eigene Arbeit eingefügt. Wie Sie Plagiate vermeiden und richtig zitieren, lesen Sie im zweiten Abschnitt. Jetzt geht es erst einmal darum, anhand welcher Kriterien Sie die Verlässlichkeit und Qualität der recherchierten Internetquellen einschätzen können.


1. Wissenschaftliche Qualitätskriterien von Internetquellen

- Wer hat die Internetquellen veröffentlicht?
- Ist es eine anerkannte Einrichtung (Hochschule, Ministerium…) ?
- Hat die Autorin einen akademischen Titel, gehört sie einer wissenschaftlichen Einrichtung an?
- Ist ein Volltext in einer Serie oder Zeitschrift einer anerkannten Einrichtung erschienen?


- Oder handelt es sich um private oder kommerzielle Internetquellen? Kommerzielle Internetquellen zielen auf eine hohe Besucherzahl und weniger auf die Verifizierbarkeit von Informationen.
- Ist keine Autorin genannt oder identifizierbar, wie zum Beispiel in Foren oder Wikis - hierzu zählt auch die Wikipedia! -, sollten Internetquellen nicht zitiert werden. Ebenso, wenn die Befähigung des Autors nicht eingeschätzt werden kann.

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