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LEXIKON

Liebe

ein Begriff, mit dem eine Vielfalt von Gefühlen der Zuneigung charakterisiert wird, die auf die Vereinigung mit dem geliebten Objekt zielen. Man unterscheidet die personenbezogene Liebe zu einem Partner, die die Sexualität mit einschließt, oder zu Eltern, Freunden, Geschwistern und anderen Menschen, und die objektbezogene Liebe zur Natur, zur Freiheit, zum Eigentum u. a. Philosophie und Psychologie haben eine Reihe von Erklärungsmodellen für das Phänomen Liebe geliefert.

Religionsgeschichte

Im Alten Testament ist die Liebe zum Mitmenschen im Rahmen von Anweisungen für das zwischenmenschliche Verhalten verankert (Levitikus 19,18). Die Liebe zu Gott gilt dann als vollendete Stufe der Frömmigkeit. Das Christentum nahm in Markus 12,30 f. das doppelte Liebesgebot Israels auf und ergänzte es durch das Gebot der Feindesliebe. In der christlichen Theologie gilt Liebe als Inbegriff der Sittlichkeit, die Gott für sich und den Nächsten fordert (Nächstenliebe). Jesus gilt als das Vorbild der Liebe und als der, der durch seine Liebe gegenüber den Menschen echte Liebe erst ermöglicht.
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