Lexikon
Schlafkrankheit
afrikanische Schlafkrankheit; Trypanosomiasiseine Tropenkrankheit, hervorgerufen durch Trypanosomen, die durch Stechfliegen (Glossina palpalis, Glossina morsitans, Tsetsefliege) übertragen werden. Es kommt zu Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Sprechstörungen, Krämpfen, Blutarmut, zu anhaltender Bewusstlosigkeit und Schlafsucht; die nach und nach eintretende völlige körperliche Erschöpfung führt unbehandelt zum Tod, doch kann sich der chronische Verlauf über Jahre hinziehen.
Trypanosomen: Verbreitungsgebiete
Trypanosomen: Verbreitungsgebiete
In einigen Gebieten Südamerikas tritt die Chagas-Krankheit (Trypanosoma cruzi) beim Menschen auf. In weiteren Gebieten ist ihr Vorkommen möglich, denn es wurden infizierte Zwischenwirte (blutsaugende Wanzen) gefunden. Trypanosoma gambiense und Trypanosoma rhodesiense sind Erreger der Schlafkrankheit, Trypanosoma brucei ist der Erreger der Beschälseuche (Nagana-Seuche).
© wissenmedia
Tsetsefliege (Afrikanische)
Afrikanische Tsetsefliege
Die afrikanische Tsetsefliege überträgt bei der Nahrungsaufnahme die Erreger der Schlafkrankheit, im Blut von erkrankten Säugetieren und Menschen lebende begeißelte Einzeller (Trypanosoma).
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
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