Lexikon
Ạlfons XIII.
König von Spanien 1886–1931, * 17. 5. 1886 Madrid, † 28. 2. 1941 Rom; nachgeborener Sohn von Alfons XII.; stand bis 1902 unter der Regentschaft seiner Mutter. Nach dem Regierungsantritt des gebildeten, kaltblütigen und volkstümlichen Alfons verschlimmerte sich der interne Parteihader. Hauptprobleme seiner Regierung waren das Verhältnis Kirche–Staat, Sozialpolitik und Regionalismus. Wirtschaftlicher Aufschwung bis 1918. Im 1. Weltkrieg neutral, ständig Aufstände in Marokko, besonders der Rifkabylen, politische Krisen, Streiks, Sabotage und Terror führten zur Radikalisierung und zum Staatsstreich von M. Primo de Rivera 1923, der von Alfons gebilligt wurde. Es gelang der Militärdiktatur aber nicht, das politische Leben neu zu gestalten. 1930 trat Primo de Rivera zurück. Die Republikaner siegten bei den Kommunalwahlen (1931). Alfons ging ins Ausland, Spanien wurde Republik.
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Wissenschaft
Quantensprünge in der Röhre
Mit einem neuartigen Kernspinmikroskop lassen sich zum ersten Mal per Kamera hochaufgelöste Bilder von molekularen Prozessen machen – zum Beispiel für die Krebsdiagnostik oder die Forschung an Batteriematerialien. von DIRK EIDEMÜLLER Wenn Chemiker ein Herstellungsverfahren für eine neue Substanz ertüftelt haben, überprüfen sie...