Lexikon

Algrien

Staat und Politik

Nach der 1996 angenommenen Verfassung ist Algerien eine präsidiale Republik. Der Präsident wird direkt vom Volk für fünf Jahre gewählt. Die ursprüngliche Beschränkung seines Mandates auf maximal zwei Amtsperioden wurde 2008 durch eine Verfassungsänderung aufgehoben. Der Präsident kann nun mehrfach wiedergewählt werden. Er verfügt über weit reichende Befugnisse und ernennt auch den Premierminister. Neben der auf fünf Jahre gewählten Nationalversammlung mit 462 Mitgliedern besteht eine zweite Parlamentskammer, der Rat der Nation, dessen 144 Mitglieder zu einem Drittel vom Präsidenten bestimmt und zu zwei Dritteln direkt von den Kommunalräten gewählt werden (Amtsperiode 6 Jahre). Wichtige Parteien sind die frühere Einheitspartei Nationale Befreiungsfront (Front de Libération Nationale, FLN), die zentristische Nationaldemokratische Sammlungsbewegung (Rassemblement National Démocratique, RND) sowie das Bündnis Allianz für ein grünes Algerien (AAV), darin auch die gemäßigt islamische Bewegung für eine Gesellschaft des Friedens (Mouvement de la Société pour la Paix, MSP). Das Justizwesen ist durch islamische und französische Einflüsse geprägt.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Winterfeucht und wüstentrocken
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Exportorientierte Landwirtschaft
    2. Abhängigkeit vom Erdöl
    3. Verkehrsnetz mit Lücken
  7. Geschichte
    1. Von der Frühzeit bis zur Osmanenherrschaft
    2. Französische Kolonialherrschaft
    3. Der unabhängige Staat
Humanoide Echse in Anzug mit Aktentasche, steht aufrecht vor blauem Hintergrund, Text:
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