Lexikon
August
Bille, dänischer Filmregisseur, * 9. 11. 1948 Kopenhagen; arbeitete zunächst als Kameramann. International bekannt wurde August mit den preisgekrönten Produktionen „Pelle, der Eroberer“ 1988 und „Die besten Absichten“ 1991. Weitere Filme sind u. a. „Das Geisterhaus“ 1993, „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ 1997; „Les Misérables“ 1998; „Goodbye Bafana“ 2007.
- Deutscher Titel: Das Geisterhaus
- Original-Titel: DAS GEISTERHAUS
- Land: Deutschland
- Jahr: 1993
- Regie: Bille August
- Drehbuch: Bille August, nach einem Roman von Isabel Allende
- Kamera: Jörgen Persson
- Schauspieler: Jeremy Irons, Meryl Streep, Winona Ryder, Glenn Close
»Das Geisterhaus« ist die filmische Adaption der gleichnamigen Familienchronik von Isabel Allende. Nach Ansicht der Kritiker heben auch die zahlreichen Leinwandgrößen – neben den Stars Meryl Streep, Jeremy Irons und Glenn Close sind in Nebenrollen u.a. Antonio Baderas, Vanessa Redgrave und Armin Mueller-Stahl zu sehen – die Qualität des Films nicht an; das dichte Format der Vorlage wird nicht erreicht.
»Das Geisterhaus« erzählt über einen Zeitraum von 50 Jahren von dem bewegten Schicksal einer chilenischen Bürgerfamilie bis zum Militärputsch 1973. Der Film reiht aber nur Geschehnisse aneinander, wo das Buch in Fabulierlust schwelgt. Die Darstellung der mystischen Ereignisse und der Bedrohung durch die politischen Veränderungen wirkt in den zu Inhaltsangaben komprimierten Episoden z.T. konstruiert.
Der von dem dänischen Regisseur Bille August für den deutschen Produzenten Bernd Eichinger hergestellte Film erreicht trotz kritischer Stimmen in Deutschland ein großes Publikum.
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