Lexikon
Beethoven
Vom Rhein an die Donau
Beethoven war zunächst Schüler seines Vaters Johann (um 1740–1792), Tenor am Kölner Kurfürstenhof in Bonn, und verschiedener einheimischer Musiker, bevor er ab 1781 bei C. G. Neefe Klavier und Musiktheorie studierte; 1782 wurde er stellvertretender Organist seines Lehrers am Bonner Hof (ab 1784 hauptamtlich), 1783 erschienen erste Klaviersonaten, im selben Jahr erhielt er seine erste Stelle als Akkompagnist (Begleiter) bei der Hofkapelle (ab 1785 auch Bratschist). 1787 reiste Beethoven erstmals nach Wien, um bei Mozart zu studieren, kehrte jedoch bereits 14 Tage später nach Bonn zurück. Erst die zweite Wienreise im Jahr 1792, auf der er Unterricht bei J. Haydn, J. Schenk, J. G. Albrechtsberger und A. Salieri nahm, bedeutete den künstlerischen Wendepunkt. In den folgenden Jahren machte Beethoven in den Wiener Salons vor allem als Pianist auf sich aufmerksam. Darüber hinaus trat er zunehmend als Komponist einer neuen musikalischen Sprache hervor und revolutionierte mit dieser gleichzeitig die Klaviertechnik (Klaviersonaten Nr. 8 c-Moll „Pathétique“ oder Nr. 14 cis-Moll „Mondschein“). Trotz eines Gehörleidens, das um 1800 auftrat und 1819 zu völliger Taubheit führte, schuf Beethoven in dieser Zeit noch zahlreiche Meisterwerke.
- Einleitung
- Vom Rhein an die Donau
- „Volksreden an die Menschheit“
- Wegbereiter der Romantik
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