Lexikon

Brecht

Brecht als Lyriker

Brecht, der die Weltliteraturen genial, oft auch parodistisch zu nutzen verstand, war auch als Lyriker bedeutend. Neben seinen über 30 Theaterstücken schrieb er ca. 2500 Gedichte und Songs (mit Vertonungen durch P. Dessau, H. Eisler, K. Weill), in denen er auf volkstümliche Liedformen (z. B. Bänkelsang, Knittelverse) oder populäre Gedichtformen (u. a. Ballade, Sonett) zurückgriff. Auch die politische Lyrik prägte er entscheidend; „Hauspostille“ 1927; „Svendborger Gedichte“ 1937; „Gedichte im Exil“ 1943; „Buckower Elegien“ 1954. Von seinen Prosaarbeiten (u. a. „Dreigroschenroman“ 1934; „Geschichten vom Herrn Keuner“ 1930) sind besonders die „Kalendergeschichten“ 1948 von nachhaltiger Bedeutung, in denen er die volkstümliche Tradition mit gesellschaftskritischer Zeitanalyse verband.
Bertolt-Brecht-Preis
Fischer Weltalmanach 2002
Bertold-Brecht-Preis
Name des Preises: Bertolt-Brecht-Preis der Stadt Augsburg
Gründungsjahr: 1991, 1995 erstmalig verliehen
Vergabegremium: Stadt Augsburg
Vergaberhythmus: alle 3 Jahre
Preisgeld: 15 000 Euro
Zweck: Die kritische Auseinandersetzung eines Autors mit der Gegenwart soll durch den Preis gewürdigt werden
1995Franz Xaver Kroetz
1998Robert Gernhardt
2001Urs Widmer
2004Christoph Ransmayr
2006Dea Loher (außerordentliche Verleihung zum 50. Todesjahr Brechts)
  1. Einleitung
  2. Frühe Dramen
  3. Exil und Stücke gegen den Faschismus
  4. Brechts episches Theater
  5. Brecht als Lyriker
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Foto einer männlichem Asselspinne mit Eierhüllen
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