Lexikon

Buddhịsmus

Verbreitung des Buddhismus

Unter König Ashoka verbreitete sich der Buddhismus im 3. Jahrhundert v. Chr. auf dem ganzen indischen Subkontinent, wurde 60 Jahre nach seinem Tod jedoch vom Hinduismus zurückgedrängt. Von Indien aus gelangte die buddhistische Lehre nach Sri Lanka, wo der Theravada-Buddhismus bis heute bestimmend ist; ebenso wie in Myanmar, Thailand und Kambodscha. Der Mahayana-Buddhismus ist besonders in Ostasien verbreitetet, besonders in Japan, China, Vietnam und Korea. Bedeutende Ausprägungen des Mahayana sind der japanische Zen-Buddhismus und der tibetische Vajrayana-Buddhismus (auch in Bhutan und der Mongolei verbreitet) mit seinen besonderen Meditationspraktiken (u. a. Mantras, Mandala-Grafiken). Der tibetische Buddhismus wird auch als Lamaismus bezeichnet, da er als höchste Autorität den Dalai-Lama („lebender Buddha“) kennt. In Thailand, Bhutan und Kambodscha ist der Buddhismus Staatsreligion.
Auch in Europa ist der Buddhismus seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitet (Neubuddhismus). In Deutschland gibt es ca. 130 000 Buddhisten; ihr Dachverband ist die Deutsche Buddhistische Union e. V. (DBU, Sitz: München).
  1. Einleitung
  2. Buddhas Heilslehre
  3. Leben als Pflicht für den Einzelnen
  4. Schulen und Riten
  5. Kanonische Schriften
  6. Verbreitung des Buddhismus
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