Lexikon
Dänemark
Reichseinigung und Kalmarer Union
Die wahrscheinlich aus Südschweden eingewanderten germanischen Dänen sind um die Mitte des 6. Jahrhunderts n. Chr. historisch nachweisbar. Unter König Gorm dem Alten wurde in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts erstmals die staatliche Einheit hergestellt. Nach inneren Wirren legten Ende des 12. Jahrhunderts Waldemar der Große und seine Söhne den Grundstein für den Aufstieg des Landes zur Großmacht. Dänemark konnte im Süden seine Einflusssphäre bis nach Hamburg ausdehnen und zeitweilig weite Teile der Ostsee unter Kontrolle bringen. Die Auflösung des Reichs in den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts wurde durch Waldemar IV. Atterdag (1340–1375) beendet, der freilich die Sonderentwicklung des Herzogtums Schleswig nicht verhindern und die Vormachtstellung der Hanse nicht brechen konnte. Seine Tochter Margarete gründete 1397 die Union aller drei Reiche des Nordens (Kalmarer Union).
Wissenschaft
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