Lexikon
Demokratie
[
griechisch, „Volksherrschaft“
]Staatsform, in der die Staatsgewalt vom Volk ausgeht und direkt oder indirekt von ihm ausgeübt wird (Volkssouveränität); entwickelte sich in Europa zuerst in den griechischen Stadtstaaten (polis) als direkte oder unmittelbare Demokratie. Sie wurde von Aristoteles unter dem Namen Politie zu den drei grundlegenden „guten“ Staatsformen gerechnet, wohingegen er sie allerdings als Herrschaft des Pöbels bezeichnete. Doch war die griechische Demokratie, ebenso wie die römische, wirtschaftlich und soziologisch auf der Sklaverei aufgebaut und kann insofern nicht mit der modernen Entwicklung der Demokratie verglichen werden. Auch die ursprünglichen Verfassungen der germanischen, romanischen und slawischen Stämme Europas hatten demokratischen Charakter, der aber im Lauf des Mittelalters vom Feudalismus überwuchert und in der Neuzeit vom Absolutismus fast ganz beseitigt wurde.
Aristoteles
Aristoteles
© wissenmedia
Wissenschaft
Helfende Roboterhände
Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung im Alter. Zugleich gibt es nicht ausreichend viele Pflegekräfte. Als Lösung setzen Forscher auf Roboter mit Künstlicher Intelligenz. In Garmisch-Partenkirchen entsteht ein weltweites Zentrum für diese Technologie. von ULRICH EBERL An diesem warmen Sommertag genügt ein Blick, um...
Wissenschaft
Begierig nach Lithium
Der Trend zur Elektromobilität lässt den Bedarf an manchen Rohstoffen kräftig steigen – vor allem an Lithium. Bislang wird das Metall nur in wenigen Regionen der Welt gefördert. Doch künftig könnte es auch aus heimischen Quellen kommen. von JAN BERNDORFF Im Licht der Taschenlampe funkeln rundherum die steinernen Wände. Was da...