Lexikon

Demokratie

[
griechisch, „Volksherrschaft“
]
Staatsform, in der die Staatsgewalt vom Volk ausgeht und direkt oder indirekt von ihm ausgeübt wird (Volkssouveränität); entwickelte sich in Europa zuerst in den griechischen Stadtstaaten (polis) als direkte oder unmittelbare Demokratie. Sie wurde von Aristoteles unter dem Namen Politie zu den drei grundlegenden „guten“ Staatsformen gerechnet, wohingegen er sie allerdings als Herrschaft des Pöbels bezeichnete. Doch war die griechische Demokratie, ebenso wie die römische, wirtschaftlich und soziologisch auf der Sklaverei aufgebaut und kann insofern nicht mit der modernen Entwicklung der Demokratie verglichen werden. Auch die ursprünglichen Verfassungen der germanischen, romanischen und slawischen Stämme Europas hatten demokratischen Charakter, der aber im Lauf des Mittelalters vom Feudalismus überwuchert und in der Neuzeit vom Absolutismus fast ganz beseitigt wurde.
Aristoteles
Aristoteles
A_trail_after_a_meteorite_exploded_in_the_sky_over_Chelyabinsk,_Russian_Federation_February_15,_2013
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