Lexikon
Farẹl
Guillaume, Reformator der Westschweiz, * 1489 Gap, Dauphiné, † 13. 9. 1565 Neuenburg; führte in Genf die Reformation ein, die er gemeinsam mit johannes Calvin 1536 durch die neue Kirchenordnung sicherte; 1538 aus Genf vertrieben.
Zusammen mit Calvin und Pierre Viret bildete Farel das „Triumvirat“ der französischsprachigen Reformation. Während Calvin und Viret vor allem als Schriftsteller wirkten, tat sich Farel als Vorkämpfer und Prediger der reformatorischen Bewegung hervor; er predigte in Meaux, Basel, Metz, Straßburg, Neuenburg, Genf und Lausanne und rief im August 1935 durch eine Predigt einen Bildersturm hervor, dem die Abschaffung der Messe und die förmliche Annahme der Reformation folgte. Farels Lehre ist christozentrisch, er vertrat mit Zwingli die Meinung, Brot und Wein des Abendmahls seien bloße Zeichen von Fleisch und Blut Christi.
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