Lexikon
Geisteswissenschaften
durch W. Dilthey eingeführte Bezeichnung für die „Wissenschaften von der geschichtlich-gesellschaftlichen Wirklichkeit“, dem „objektiven Geist“; im Gegensatz zu den Naturwissenschaften sinnverstehend und nacherlebend. E. Rothacker unterschied die Lebensordnungen (lebendiger Geist) von den Weltordnungen (objektivierter Geist), also einerseits Staat, Gesellschaft, Recht, Erziehung u. a., andererseits Sprache, Kunst, Religion, Wissenschaft u. a. Durch E. Spranger und T. Litt erhielt der Begriff der Geisteswissenschaften Relevanz für die Pädagogik, insbesondere der Universität. – Das Vordringen naturwissenschaftlich-empirischer Methoden hat besonders in der Sozialwissenschaft die Trennung von Natur- und Geisteswissenschaft relativiert.
Wissenschaft
Radiokarte des Unsichtbaren
Ein neues Observatorium von planetarer Größe soll das frühe Universum kartieren. Das Square Kilometre Array wird das leise Wispern des urtümlichen Wasserstoffs belauschen, um daraus Erkenntnisse für die Kosmologie zu gewinnen. von KAI DÜRFELD Bevor das Licht der ersten Sterne die dunkle Ära enden ließ und sich Galaxien formten,...
Wissenschaft
Aus Alt mach Neu
Vor zwanzig Jahren tobte eine erbitterte Diskussion um die Evolutionstheorie durch das Internet. Anlass war ein Artikel, den ein Herr Stephen C. Meyer in der Zeitschrift Proceedings of the Biological Society of Washington veröffentlicht hatte. Dessen Titel lautete „The origin of biological information and the higher taxonomic...