Lexikon
Genẹtik
[
Erblehre; Vererbungslehredie; griechisch
]Klassische Genetik
Schon im Altertum versuchte man, angeregt durch das Wissen um die Ähnlichkeit von Verwandten, die der Vererbung zugrunde liegenden Gesetze zu ergründen. Derartige Bemühungen blieben jedoch bis ins 19. Jahrhundert erfolglos, auch wenn man in der praktischen Tier- und Pflanzenzucht bereits intuitiv nach Regeln der Genetik verfuhr.
Der Augustinermönch G. J. Mendel war der Erste, der um 1865 die Frage der Vererbung von Merkmalen mithilfe methodischer Versuche und statististischer Auswertung untersuchte. Er führte Kreuzungsversuche u. a. mit der Saaterbse durch und fasste die Ergebnisse in den nach ihm benannten Vererbungsregeln (Mendel’sche Gesetze) zusammen. Seine Forschungen blieben in ihrer Bedeutung zunächst unerkannt. Erst 1900 wurden sie wiederentdeckt, und dieses Jahr gilt als die Geburtsstunde der Genetik, die heute in klassische Genetik, Molekulargenetik und angewandte Genetik unterteilt wird.
Genetik: 3. Mendelsches Gesetz
Genetik: 3. Mendelsches Gesetz
3. Mendelsches Gesetz: Neukombination der Gene, dargestellt anhand der Kreuzung zweier Rinderrassen. Es entstehen in der 2. Filialgeneration (F2) vier verschiedene Kombinationen oder Rassen (blaue Kästchen), von denen eine gänzlich neu ist, nämlich braungescheckt (Neukombination). Dieses Gesetz ist - neben seltenen Mutationen - die Grundlage jeder Rassen-„Neuzüchtungö.
© wissenmedia
Hauptuntersuchungsgegenstand der klassischen Genetik sind die Chromosomen, die Träger der Erbanlagen (Gene), die sich im Zellkern befinden. Da sie mit speziellen Farbstoffen angefärbt werden können (chroma: griechisch Farbe), lassen sie sich mit Lichtmikroskopen gut untersuchen, etwa ihr Verhalten bei der Kern- und Zellteilung und ihre Anomalien. Zur klassischen Genetik gehört auch die Erforschung der formalen Gesetzmäßigkeiten der Erbgänge sowie der Verbreitung und Veränderung von Erbanlagen in Populationen bzw. Bevölkerungen (Populationsgenetik).
- Einleitung
- Klassische Genetik
- Molekulargenetik
- angewandte Genetik
Wissenschaft
Auf Beutezug im hohen Norden
Die steigenden Temperaturen und das Schwinden des Eises in der Arktis wecken Begehrlichkeiten. Denn die Region ist reich an Rohstoffen. Und sie bietet Raum für neue Handelsrouten. von RALF BUTSCHER Als am 2. August 2007 drei russische Wissenschaftler an Bord des Tauchboots „Mir-1“ den Nordpol erreichten, setzten sie dort umgehend...
Wissenschaft
Wie sich Kaffeebohnen im Schleichkatzendarm verändern
Kopi Luwak ist eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Die Besonderheit: Er stammt aus Kaffeebohnen, die von Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden wurden. Durch die Passage durch den Verdauungstrakt der kleinen Allesfresser sollen die Bohnen ein intensiveres und zugleich milderes Aroma bekommen. Diese These haben...


