Lexikon
Genfer Konvention
die auf Anregung von Henry Dunant 1864 abgeschlossene erste Konvention über „die Verbesserung des Loses der Kranken und Verwundeten bei den Armeen im Felde“. Dieses Abkommen führte zur Gründung der Rot-Kreuz-Organisationen, insbesondere des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Weitere Kodifikationen des Verwundeten- und Kriegsgefangenenrechts folgen in den Verträgen von 1899 (I. Haager Friedenskonferenz), 1906/07 (II. Haager Friedenskonferenz) sowie 1929 (Genfer Verwundeten- und Kriegsgefangenen-Abkommen). Die heutige Rechtsgrundlage bilden die vier (Genfer) Abkommen vom 12. 8. 1949: (I.) „zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken der Streitkräfte im Felde“, (II.) „zur Verbesserung des Loses der Verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der Streitkräfte zur See“, (III.) „über die Behandlung der Kriegsgefangenen“, (IV.) „zum Schutze von Zivilpersonen in Kriegszeiten“. 1977 folgten die beiden sog. Zusatzprotokolle über den Schutz der Opfer internationaler und nicht internationaler bewaffneter Konflikte. Wichtig ist ferner die Verstärkung der internationalen Kontrollen und die Erweiterung der Zuständigkeiten des Internationalen Roten Kreuzes.
Wissenschaft
Ein Neustart fürs Immunsystem
CAR-T-Zellen könnten die Rheumatologie revolutionieren: Aktuell kommen sie für schwerkranke Patienten infrage, bei denen Standardtherapien versagen. von JULIETTE IRMER Jahrzehntelang bedeutete die Therapie einer schweren rheumatischen Autoimmunerkrankung für Patienten vor allem eines: das Immunsystem dauerhaft zu dämpfen....
Wissenschaft
Warum Kinder sich wie im Himmel fühlen sollen
Das Himmelszelt erstreckt sich über unseren Köpfen. Die scheinbar unzähligen Lichtpunkte funkeln wie präzise gestochene Löcher im samtigen Firmament. Wir suchen uns einen davon aus und zoomen an ihn heran: Das kleine Licht rast auf uns zu und wird plötzlich zu einem riesigen Feuerball, einer brodelnden Plasmakugel, die ihre...